einschränkende Liebe?

D

Gast

(Gelöschter Account)
Wieviele Paare behaupten dass sie sich lieben, lässt sich sicherlich nicht leicht zählen - nur - wie sieht denn diese Liebe aus?

Wenn man einen Partner liebt, dann gehe ich mal davon aus, dass einem daran gelegen ist, dass diesem geliebten Partner möglichst viel Gutes widerfährt, der Partner möglichst umfassend glücklich ist. Und dann kommt dieser nie ausgesprochene aber latent vorhandene Satz:

aber bitte nur mit mir!

Wenn ich ( persönlich ) liebe, habe ich zunächst mal wenig Chancen mich zu " entlieben " - diese Liebe endet nicht bei einer Trennung und nicht dann, wenn jene Partnerin vielleicht auch schon wieder neu gebunden ist - das eine hat für mich mit dem Anderen nichts zu tun.

Weiters ist mir nicht klar, warum ich einen angeblich geliebten Partner in seinem Streben nach Spass, Erfüllung oder was auch immer einschränken sollte, nur weil dieser Spass gerade mal nicht mit mir stattfindet, sondern mit jemand anderem.

Liebe, die einschränkt und Regeln auferlegt ist für mich paradox.
 
Sorry gleich vorweg da ich in dein Posting reingetippt habe , auch dich, Liebe ich wenn auch mit anderem Hintergrund... so weitreichend kann Liebe sein.

Wieviele Paare behaupten dass sie sich lieben, lässt sich sicherlich nicht leicht zählen - nur - wie sieht denn diese Liebe aus?

Überwältigend ,Grandios ,Vertrautheit, Nicht hinterfragend endlos schön, Vertrauen , Respetkt, etc...............

Wenn man einen Partner liebt, dann gehe ich mal davon aus, dass einem daran gelegen ist, dass diesem geliebten Partner möglichst viel Gutes widerfährt, der Partner möglichst umfassend glücklich ist. Und dann kommt dieser nie ausgesprochene aber latent vorhandene Satz:

aber bitte nur mit mir! Meinst nur den SEX?

Dies könnte sich aber auch zur Einseitigkeit auswirken , ein Partner übt es aus , der andere nicht , dann liebt nur einer und der andere nicht.

Wenn ich ( persönlich ) liebe, habe ich zunächst mal wenig Chancen mich zu " entlieben " - diese Liebe endet nicht bei einer Trennung und nicht dann, wenn jene Partnerin vielleicht auch schon wieder neu gebunden ist ( hat er/ sie den Partner nie geliebt , )- das eine hat für mich mit dem Anderen nichts zu tun.( wieso hast du dich dann von diesem Partner entfernt )


Weiters ist mir nicht klar, warum ich einen angeblich geliebten Partner in seinem Streben nach Spass, Erfüllung oder was auch immer einschränken sollte, nur weil dieser Spass gerade mal nicht mit mir stattfindet, sondern mit jemand anderem.

Spass haben beim Kaffeekränzchen , Tennisspielen, Live Fußball , Pokerrunde, oder meinst du Sexuelle Aktivitäten ?


Liebe, die einschränkt und Regeln auferlegt ist für mich paradox.

Diese Aussage ist mir zu wenig , da bin ich von dir mehr gewohnt.


Die Frage beginnt für mich schon viel früher, weshalb verlieb ich mich in einen Partner ....
Sexuelle Antrieb, ..... zum scheitern verurteilt wenn daraus Liebe entstehen soll.
Aussehen, ....ebenso ein Anreiz aber nicht mehr,
Intelligenz, .... reicht alleine auch nicht,
und 1000 andere Gründe....die reichen alleine auch alle nicht,


Mein Verständnis von Liebe wäre einfach zu lange um es hier zu posten, aber es gibt schon ein paar Sätze die ich hier noch schnell
zum besten bringe.

Prüfe wer sich ewig bindet ( durch Kommunikation )
für einander da zu sein , in Guten und Schlechten Zeiten ,

Möglich das der Standesbeamte oder Pfarrer es bei eine Ehezeremonie
auf den Punkt bringt. Nur leider wird zuwenig hingehört.
Und wenn ich das Versprechen meinem Partner gebe , dann muß Liebe auch Verzicht bedeuten .
Für mich hat es nichts mit Religion zu tun , sondern ich schau meinem Partner in die Augen und lass mein Herz sprechen.

Die Liebe ist das Schönste auf der Welt egal ob Lebenpartner oder sonst ein Lebewesen ( Hund Katze ignoranter Polizist,)

Meine These begegne jeden mit Respekt , das ist der erste Schritt das man überhaupt fähig zu Lieben.

jetzt reichts aber

Vita
 
aber bitte nur mit mir! Meinst nur den SEX?

Dies könnte sich aber auch zur Einseitigkeit auswirken , ein Partner übt es aus , der andere nicht , dann liebt nur einer und der andere nicht.


Ich meine keineswegs nur den Sex - der ist nur die extremste Form. Eifersucht und Besitzdenken und damit Einschränkungen beginnen bereits viel früher - die Eifersucht auf die beste Freundin der Frau, die vermeintlich mehr Geheimnisse kennt als man selbst, die Eifersucht auf die Zeit, die Frau mit bester Freundin verbringt usw.

Ob nun etwas einseitig " ausgeübt " wird oder beidseitig ist, denke ich, nicht wirklich relevant. Relevant ist dabei, das es dabei eine freiwillige Übereinstimmung beider Partner gibt.

das eine hat für mich mit dem Anderen nichts zu tun.( wieso hast du dich dann von diesem Partner entfernt )

Genau betrachtet hat mich die Gesellschaft entfernt. Eine Zeit, in der es gekrieselt hat, man sprach in dieser Zeit wenig miteinander, weil man nicht wusste, wie man es anfängt, nicht wieder in einer Sackgasse zu landen, dann zufällig jemand anderes kennengelernt und wie Frau erzogen wurde, hat sie auch gehandelt - sie hat die bestehende Beziehung abgebrochen um eine Neue einzugehen - Etwas, das aus heutiger Sicht nicht erforderlich gewesen wäre, weil ich nie einen Exclusivitätsanspruch gestellt habe und wir uns heute noch blendend verstehen - so gut, dass sie in Extremsituationen ( egal ob negativ oder postiv ) zuerst mich kontaktiert, anstatt Ihren jetzigen Partner.

Spass haben beim Kaffeekränzchen , Tennisspielen, Live Fußball , Pokerrunde, oder meinst du Sexuelle Aktivitäten ?

Macht dies tatsächlich einen Unterschied? Stell doch mal zwei Situationen gegenüber und überprüf Dein Gefühl:

1) Dein Partner hat mit jemand anderem Sex ( ohne Dich )
2) Dein Partner bespricht Ihre Probleme mit jemand anderem und schliesst Dich davon aus.

was würde Dich eher stören?

Prüfe wer sich ewig bindet ( durch Kommunikation )
für einander da zu sein , in Guten und Schlechten Zeiten ,


Das ist genau der Punkt. Ich habe bei meinen zwei Eheschließungen dieses Versprechen ganz bewusst gegeben und auch ganz bewusst dazugesagt "bis der Tod uns scheidet". Für mich ist es somit nicht nachvollziehbar, warum dieses Versprechen mit der Auflösung einer Beziehung hinfällig sein sollte.
Aber ich bin immer bestrebt, gute Zeiten für den Menschen, den ich liebe, zu fördern - ob dies nun darin besteht, meiner Partnerin Zeit mit Anderen zuzugestehen ( unabhängig davon, was sie mit dieser Zeit anfängt ) oder ob es so wie bei meiner zweiten Ehe ist und ich erkenne, dass sie mit einem anderen möglicherweise auf Dauer glücklicher ist als mit mir zu diesem Zeitpunkt - die Forderung an den Partner, das zu unterlassen, was ihn glücklich macht und was ihm Spass macht, steht für mich in direktem Widerspruch zu der Behauptung, meinen Partner zu lieben.
 
Liebe, die den anderen bei igrendetwas einschränkt ist prinzipiell ein Widerspruch, da gebe ich recht und üblicherweise lassen sich die meisten Menschen ohnehin nicht einschränken.

Um dies jedoch auch in die Praxis umzusetzten braucht es meiner Meinung nach sehr, sehr viel Vertrauen, nicht nur in den Partner, sondern auch in sich selbst und vor allen Dingen Vertrauen ins Leben.
Denn warum schränkt man einen Partner ein? Vielleicht weil man angst hat den anderen zu verlieren, kaum denkt man aber daran, dass gerade Einschränkungen den Verlust letztendlich herbeiführen. Dennoch ist das Ego des Meschen halt sehr stark und seinen Egoismus gänzlich drauszuhalten ist eine Anforderung, die sehr viel Reflexionsfähigkeit und eine gewisse Gelassenheit bzw. fordert. Einem Partner immer das zuzugestehen was ihn glücklich macht und sich dabei selber nicht verletzt oder eingeschränkt zu fühlen, weil ich ihm etwas zugestehe was mich eventuell verletzt, erfordert ein sehr hohes Maß an persönlicher Entwicklung.
Ich selber versuche meinen Partner den ich sehr liebe nicht oder kaum einzuschränken und er tut das ebenfalls umgekehrt. Immer gelingt es uns aber nicht, was auch die gewisse menschliche Schwäche widerspiegelt, bzw. wir halt nicht soweit sind.

Durchaus überzeugt bin ich davon, dass Liebe über ein Bestehen einer Beziehung hinausgehen kann und Verbindungen nicht einfach durch ein Auslösen der Partnerschaft verloren gehen.
 
Liebe, die den anderen bei igrendetwas einschränkt ist prinzipiell ein Widerspruch, da gebe ich recht und üblicherweise lassen sich die meisten Menschen ohnehin nicht einschränken.

Um dies jedoch auch in die Praxis umzusetzten braucht es meiner Meinung nach sehr, sehr viel Vertrauen, nicht nur in den Partner, sondern auch in sich selbst und vor allen Dingen Vertrauen ins Leben.
Denn warum schränkt man einen Partner ein? Vielleicht weil man angst hat den anderen zu verlieren, kaum denkt man aber daran, dass gerade Einschränkungen den Verlust letztendlich herbeiführen. Dennoch ist das Ego des Meschen halt sehr stark und seinen Egoismus gänzlich drauszuhalten ist eine Anforderung, die sehr viel Reflexionsfähigkeit und eine gewisse Gelassenheit bzw. fordert. Einem Partner immer das zuzugestehen was ihn glücklich macht und sich dabei selber nicht verletzt oder eingeschränkt zu fühlen, weil ich ihm etwas zugestehe was mich eventuell verletzt, erfordert ein sehr hohes Maß an persönlicher Entwicklung.
Ich selber versuche meinen Partner den ich sehr liebe nicht oder kaum einzuschränken und er tut das ebenfalls umgekehrt. Immer gelingt es uns aber nicht, was auch die gewisse menschliche Schwäche widerspiegelt, bzw. wir halt nicht soweit sind.

Durchaus überzeugt bin ich davon, dass Liebe über ein Bestehen einer Beziehung hinausgehen kann und Verbindungen nicht einfach durch ein Auslösen der Partnerschaft verloren gehen.



Wahre Worte - Wahre Worte :daumen:
 
Liebe, die einschränkt und Regeln auferlegt ist für mich paradox.

Sieh es doch einmal von der anderen Seite:

Was daran ist so schrecklich, wenn ein liebender Mensch sich ohne Zwang und durchaus freiwillig dafür entscheidet, sich auf einen Sexualpartner zu beschränken? Was ist so furchtbar, wenn er auch außerhalb sexueller Aktivitäten Spaß und Vergnügen lieber mit seinem Partner als mit anderen Menschen teilt?
Worin liegt Deiner Meinung nach das Unglück, wenn beide Partner sich in dieser Form der Liebe geborgen fühlen?

Muss man da gleich Einschränkung und Regeln vermuten? :roll:

Liebe ist den Pflanzen vergleichbar. Es gibt unzählige Arten davon, und jeder kann jene finden, welche ihm am meisten Freude bereitet. Und so wie bei den Pflanzen ist es auch mit der Liebe: jeder Mensch empfindet sie anders, jeder Mensch lebt sie anders. Und wie immer diese Liebe auch beschaffen ist, wenn man einen Partner findet, der die gleiche Form der Liebe mit einem teilen will, und wenn man sie gemeinsam hegt und pflegt und nicht verdorren lässt, dann kann jede Form der Liebe ein sehr treue Begleiter über sehr lange Zeit sein.

Wie es eben bei den Pflanzen auch ist. ;)
 
Sieh es doch einmal von der anderen Seite:

Was daran ist so schrecklich, wenn ein liebender Mensch sich ohne Zwang und durchaus freiwillig dafür entscheidet, sich auf einen Sexualpartner zu beschränken? Was ist so furchtbar, wenn er auch außerhalb sexueller Aktivitäten Spaß und Vergnügen lieber mit seinem Partner als mit anderen Menschen teilt?
Worin liegt Deiner Meinung nach das Unglück, wenn beide Partner sich in dieser Form der Liebe geborgen fühlen?

Muss man da gleich Einschränkung und Regeln vermuten? :roll:

Ich sehe das durchaus auch von dieser, Deiner Seite und ich habe auch niemals behauptet, dass es schlecht oder ein Problem wäre, wenn Liebe etwas freiwillig gibt oder sich freiwillig beschränkt ( obwohl das dann ja kein Beschränken in dem Sinne ist ) - das ist ja auch völlig in Ordnung ( erlebe ich auch tagtäglich - in einer offenen beziehung lebend, in der keiner von uns Beiden auch nur ansatzweise Lust und Laune verspürt ohne den anderen irgendwelchen abenteuern nach zu gehen ). Das Threadthema war aber nicht die freiwillige Gabe sondern die Forderung - die Forderung, die jenen Partner trifft, der sich fügt obwohl er das vielleicht gar nicht will.
 
Das Threadthema war aber nicht die freiwillige Gabe sondern die Forderung - die Forderung, die jenen Partner trifft, der sich fügt obwohl er das vielleicht gar nicht will.

Das Threadthema war "Einschränkende Liebe?", und das ist meines Erachtens ein Widerspruch in sich.

Es mag die einschränkende Forderung an den Partner geben - das hat aber mit Liebe nichts zu tun. Liebe fordert nicht, Liebe schränkt nicht ein.
 
Meiner Ansicht nach sollte in einer Paarbeziehung jeder die Möglichkeit haben, sich weiter zu entwickeln und immer wieder neue Erfahrungen machen dürfen.
Damit meine ich, dass es wichtig ist immer wieder neues anzufangen, neue Eindrücke zu sammeln, neue Themen ins Leben zu lassen.
Jeder soll das tun was er braucht, um mehr und mehr er selbst sein zu können. In meinem Leben funktioniert das ziemlich gut, denn wenn der Partner in seiner Mitte ist, strahlt er das aus.
Bestimmt wäre ich nicht glücklich darüber, wenn mein Mann den Wunsch hätte sich eine Geliebte zu nehmen. Aber wer bitte schön bin ich denn, dass ich ihm vorschreiben dürfte was er zu tun hat? Im Idealfall müsste ich ihm eine wunderbare Zeit mit der Frau von ganzen Herzen wünschen.
Aber so reif bin ich bestimmt noch nicht......
 
Auch wenn wir das Thema schon mal hatten.... aber es paßt auch hier rein, mMn...

Gehört zu einer Liebesbeziehung auch zwangsläufig der Satz: ICH LIEBE DICH... oder kann ein ICH HAB DICH LIEB genauso eine tiefe Bedeutung haben?

Zum Thema Einschränkungen... ist halt auch so ne Sache, was man drunter versteht... allerdings sollte bzw muß man auch Kompromiße eingehen und auf den anderen Rücksicht nehmen, damit eine Beziehung funktioniert...dh aber nicht, daß man sich die Luft zum Atmen nehmen muß!
Wer liebt, der muß auch Freiräume lassen (aber auch (an)nehmen können!
 
Zurück
Oben