Gerade wollte ich schreiben, dass ich Sex schon seit einiger Zeit nur mehr als erfüllend und befriedigend empfinde, wenn auch eine tiefe seelische und emotionale Verbundenheit besteht zu dem Mann, mit dem ich mich einlasse. Und mitten im Schreiben musste ich diesen Satz löschen. Denn in Wahrheit bildet das keinen Gegensatz zu meinem Leben davor. Ich hatte zwar auch Sex ohne diese Verbundenheit, aber wirklich befriedigend war das nicht. Zumindest nicht in dieser Form. Es hat befriedigt - aber mehr den Wunsch nach Abwechslung, nach Sensation, nach Selbstbestätigung, nach was auch immer. Geblieben ist oft auch ein Gefühl von Sinnlosigkeit und Leere. Mit einer gewissen Reife ist viel Ruhe bei mir eingekehrt. Und das Wissen darum, was ich brauche um mich vollständig, zufrieden und glücklich zu fühlen.