jmd. kennenlernen=ding der unmöglichkeit?

Eine wollte einmal meine Telefonnummer haben und eine andere hat mich ange-SMSt trotz zusätzlichem "Trinkgeld". Heisst das, dass ich eigentlich mein Geld wegen "Vertragsbruchs" zurückbekommen sollte?

Es ist ja nicht auszuschließen, dass sich Damen NICHT wie Damen benehmen. Und Gentleman nicht wie Gentlemen. Geschieht halt manchmal. Und das mit dem Trinkgeld habe ich nicht ganz verstanden. Hat sie dich etwa eingeladen???? Bin sprachlos :fragezeichen:
Aber ich verstehe nicht was ihr gegen gutes Benehmen habt.
 
Und ich verstehe nicht, warum man sich zum x. Mal löschen lässt, um dann doch wieder mit einem neuen Nick aufzutauchen.
 
Es ist ja nicht auszuschließen, dass sich Damen NICHT wie Damen benehmen. Und Gentleman nicht wie Gentlemen. Geschieht halt manchmal. Und das mit dem Trinkgeld habe ich nicht ganz verstanden. Hat sie dich etwa eingeladen???? Bin sprachlos :fragezeichen:
Aber ich verstehe nicht was ihr gegen gutes Benehmen habt.

Haben wir ja nicht, aber ich glaube dass deine victorianischen Vorbilder auch nicht nur Engel waren.
 
Haben wir ja nicht, aber ich glaube dass deine victorianischen Vorbilder auch nicht nur Engel waren.

Also meine Vorbilder sind eher im Mittelalter (in der Minne und in der Ritterlichkeit) zu finden, als in der victorianischen Zeit. Da ist der Begriff "Ehre" schon ein bißchen verkommen gewesen.

Obwohl der Ehrbegriff wie Jane Austen (vorvictorianisch) ihn geschildert hat auch nicht sonderlich schlecht ist.

Aber in meinem vorgerückten Alter gibt es ja noch genügend Männer, die wissen was sich gehört. :mrgreen:
 
Also meine Vorbilder sind eher im Mittelalter (in der Minne und in der Ritterlichkeit) zu finden, als in der victorianischen Zeit. Da ist der Begriff "Ehre" schon ein bißchen verkommen gewesen.

Obwohl der Ehrbegriff wie Jane Austen (vorvictorianisch) ihn geschildert hat auch nicht sonderlich schlecht ist.

Aber in meinem vorgerückten Alter gibt es ja noch genügend Männer, die wissen was sich gehört. :mrgreen:

Ich halte das für ein etwas romantisierendes Bild des Mittelalters.
Finde Leute die kein Problem haben dem anderen den Schädel einzuschlagen und der Dame dann den Stuhl beim hinsetzen hinschiebt etwas bedenklich.
Mit Ehre kann ich rein gar nichts anfangen, das ist z.B. in Japan darauf hinausgelaufen dass ein Samurai rituellen Selbstmord begehen muss, weil sein Herr gestorben ist, etc.. Weiter leben wäre unehrenhaft gewesen.

Die Hauptmotivation scheint mir zu sein dass Frauen nun mal auf Männer mit 'Einfluss' stehen. Ein Gentleman ist halt kein Max Mustermann der sich um seine Existenz sorgen machen muss, bzw. man kann von einem bestimmten Bildungsniveau ausgehen etc.
 
[...]
Aber ich verstehe nicht was ihr gegen gutes Benehmen habt.
Gar nichts, es erleichtert ungemein den gesellschaftlichen Umgang mit Menschen, die nicht wichtig genug sind, um mit ihnen eigene Interaktionsschemata zu entwickeln ... Die Beziehungen zu Leuten, die mir am Herzen liegen, will ich lieber nicht in unreflektierten Benimmregeln ertraenken ...
Also meine Vorbilder sind eher im Mittelalter (in der Minne und in der Ritterlichkeit) zu finden, als in der victorianischen Zeit. Da ist der Begriff "Ehre" schon ein bißchen verkommen gewesen.

Obwohl der Ehrbegriff wie Jane Austen (vorvictorianisch) ihn geschildert hat auch nicht sonderlich schlecht ist.
Wobei das ja sehr romantische Motive sind (Fachleute bitte korrigieren bzw vervollstaendigen, Moooniii?), die allerdings weder auf ein reales Konzept des Mittelalters noch auf Queen Victoria zurueckgehen, das war ja schon ein paar Jahre vor ihr (und hatte damals nicht unmittelbare gesellschaftliche Auswirkungen, sondern war ein Spiel der DichterInnen und der Oberschicht ... Noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts sei es freimuetiger zugegangen, schreibt Foucault, Die Praktiken wurden kaum verheimlicht, die Worte wurden ohne uebermaessige Zurueckhaltung gesagt und die Dinge ohne uebermaessige Verhuellung; man lebte in vertrautem und tolerantem Umgang mit dem Unziemlichen)
Aber in meinem vorgerückten Alter gibt es ja noch genügend Männer, die wissen was sich gehört. :mrgreen:
Ich weiss, auch das hat eine Siebfunktion. Jeder/Jedem das ihre/seine *smile*

Die hauptmotivation scheint mir zu sein dass Frauen nun mal auf Männer mit 'Einfluss' stehen.
Genau ... heteronormative Sexualitaet ist eine Perversion wie viele andere, wenn ich diese als Einfluss (struktureller) Gewalt auf die Beziehung definiere.
 
Theoretisch müßte ein Butler/guter Portier der Manieren wegen ein Gentleman sein.
Würde eine Frau in ihm einen Gentleman sehen?
Au contraire, eher einen Kleiderständer/Türöffner.
 
Hi!

Ohne belehrend sein zu wollen, Ehre hat mit Gewissen zu tun und Gewissen mit Werten.
Es liegt mir fern soziologische Verhaltensweisen zu kritisieren, so viel Toleranz können wir alle an den Tag legen.
Aber Ehre abzulehen, weil es in der Ausführung und Auslegung Extreme gegeben hat und gibt (Samurai, Blutrache) finde ich dann doch etwas viel des Guten.
Abgesehen davon ist ein Butler, wenn er denn seinen beruf richtig gelernt hat und ihn auch ernst nimmt, sicher ein Gentleman, egal was er privat denkt oder tut!
Als letztes sein noch angemerkt, dass der Begriff der Ehre oder auch Tugend Wandlungen unterworfen ist, trotzdem oder gerade deshalb sollten Gedanken zu diesem Thema ein Muss sein.

Gruß aus bella Italia

Aldo
 
Ehre existiert nur so lange ich oder eine Gruppe von Menschen daran glaubt. Und ebenso wie das Schönheitsideal ist das nur ein Konzept das sich je nach Kultur unterscheidet.
Ein Butler kann ein Gentleman sein, nur wird eine Frau die einen Gentleman sucht nicht deswegen ernst gemeinte Affäre mit ihm anfangen.
 
Ehre existiert nur so lange ich oder eine Gruppe von Menschen daran glaubt. Und ebenso wie das Schönheitsideal ist das nur ein Konzept das sich je nach Kultur unterscheidet.
Ein Butler kann ein Gentleman sein, nur wird eine Frau die einen Gentleman sucht nicht deswegen ernst gemeinte Affäre mit ihm anfangen.

Ich gebe Dir Recht in Bezug auf den Butler.

Auch in Bezug auf Ehre kann ich einen Anteil an Subjektivität ausmachen, allerdings sein festgehalten, dass ein Teil objektiv ist, z.B. gehört es zur Ehre Menschenrechten auch im täglichen Leben, zu wahren. Hier müssen nicht hoch gesteckte Ziele herhalten, im Kleinen beginnt Ehre. Es erscheint mir auch ehrenhaft Auswüchse in diesem Zusammenhang zu benennen und zu verneinen!
Ich habe manchmal den Verdacht, und das ist wohlgemerkt keine Kritik an Dir, dass durch die Subjektivierung Werte relativiert werden und im Grund allgemein gültige Normen, z.B. Meinungsfreiheit uvm. in Frage gestellt werden.

ps ob ich hier im richtigen Forum schreibe ist objektiv zu beantworten: nein!

Gruß

Aldo
 
Hi!

Ohne belehrend sein zu wollen, Ehre hat mit Gewissen zu tun und Gewissen mit Werten.
Es liegt mir fern soziologische Verhaltensweisen zu kritisieren, so viel Toleranz können wir alle an den Tag legen.
Aber Ehre abzulehen, weil es in der Ausführung und Auslegung Extreme gegeben hat und gibt (Samurai, Blutrache) finde ich dann doch etwas viel des Guten.
Abgesehen davon ist ein Butler, wenn er denn seinen beruf richtig gelernt hat und ihn auch ernst nimmt, sicher ein Gentleman, egal was er privat denkt oder tut!
Als letztes sein noch angemerkt, dass der Begriff der Ehre oder auch Tugend Wandlungen unterworfen ist, trotzdem oder gerade deshalb sollten Gedanken zu diesem Thema ein Muss sein.
Aldo

Incredibile che qualcuno d´Italia mi capice perfettamente.

Saluti
 
Incredibile che qualcuno d´Italia mi capice perfettamente.

Saluti

Ma gurarda, il problema non è che ci sia qualcheduno che ti capisca, il problema è che quasi nessuno vuole capire!
È questo che ci fa riflettere quando tene accorgi che le capacità per capire ci sono, ma manca totalmente la voglia!

Aldo
 
Ma gurarda, il problema non è che ci sia qualcheduno che ti capisca, il problema è che quasi nessuno vuole capire!
È questo che ci fa riflettere quando tene accorgi che le capacità per capire ci sono, ma manca totalmente la voglia!

Aldo

Hai raggione. Mi hai fatto ridere. Quello che riguarda l´onore purtroppo proprio gli Austriaci non capiscono niente. Magari sei tu una persona che é addatta di spiegarlo meglio che io lo potrei. Purtroppo io sono una persona a quale mancano normalmente le parole.

Saluti di Vienna
 
Hai raggione. Mi hai fatto ridere. Quello che riguarda l´onore purtroppo proprio gli Austriaci non capiscono niente. Magari sei tu una persona che é addatta di spiegarlo meglio che io lo potrei. Purtroppo io sono una persona a quale mancano normalmente le parole.

Saluti di Vienna

Ma dire il vero la vena missionaria non proprio svilupatissima, però un tentativo però un tentativo potrebbe essere anche abbastanza utile.
Almeno ogni tanto sò perchè ho frequentato il liceo classico, anche se già tanti anni fa!
Per il resto non mi sembra che ti manchino le parole! Sono convinto che li sai usara con molta saggezza!

Saluti da Roma
 
Ma dire il vero la vena missionaria non proprio svilupatissima, però un tentativo però un tentativo potrebbe essere anche abbastanza utile.
Almeno ogni tanto sò perchè ho frequentato il liceo classico, anche se già tanti anni fa!
Per il resto non mi sembra che ti manchino le parole! Sono convinto che li sai usara con molta saggezza!

Saluti da Roma

Salutami Roma. Ti auguro una bella serata.

Ciao
 
Come no! Certo ti saluto Roma!

Ho l'uffico nelle vicinanze del Colloseo, per tanto er romano saluto Roma e er Steffl!

Ciao!
 
Ich gebe Dir Recht in Bezug auf den Butler.

Auch in Bezug auf Ehre kann ich einen Anteil an Subjektivität ausmachen, allerdings sein festgehalten, dass ein Teil objektiv ist, z.B. gehört es zur Ehre Menschenrechten auch im täglichen Leben, zu wahren. Hier müssen nicht hoch gesteckte Ziele herhalten, im Kleinen beginnt Ehre. Es erscheint mir auch ehrenhaft Auswüchse in diesem Zusammenhang zu benennen und zu verneinen!
Ich habe manchmal den Verdacht, und das ist wohlgemerkt keine Kritik an Dir, dass durch die Subjektivierung Werte relativiert werden und im Grund allgemein gültige Normen, z.B. Meinungsfreiheit uvm. in Frage gestellt werden.

ps ob ich hier im richtigen Forum schreibe ist objektiv zu beantworten: nein!

Gruß

Aldo

In dem Zusammenhange würde ich von Respekt sprechen, Ehre ist anders emotional besetzt.
Aber lassen wir das.
 
Nur kurz zur Ehrenrettung meiner sehr geschätzten Putzfrau und aller Menschen die jemals für mich gearbeitet haben:

Auch dienen kann man mit Ehre. Ein Ritter der seinem Fürsten dient tut dies meist freiwillig und aus Ehrgefühl (mags anerzogen oder auch sonstwoher sein) heraus. Ein Butler (also ein oberster Diener in einem Haushalt, der unter uns gesagt heutzutage um die 6000 Euro pro Monat verdient) dient seiner Herrschaft auch mit Ehre. Denn ein guter Herr würde seinen Diener nie schlecht behandeln oder bezahlen, denn das fiele auf ihn zurück. So viel zum Mittelalter. Also was das mittelalterliche Ehrgefühl anbelangt hapert es noch ein bißchen. Es wäre nicht schlecht wenn ihr mal bei den "alten Familien" (die über länger als tausend Jahre bestehen) nachfragt, was sie von Ehre halten.

Oder wie Bärchen sagen würde: "sie können nichts dafür, ihre Familien ist noch sehr jung". Dem kann ich mich nur anschließen, obwohl meine Familie nur halb so alt ist.

Auch ich diene meinem Herren und bin deshalb sicher nicht ehrlos.
 
Es wäre anzumerken, dass dienen, mit Nichten als unterwürfig oder minderwertig zu verwechseln ist, siehe Butler. Dienstleistung leitet sich direkt von dienen ab und wenn ich sehe und leider auch immer wieder mitbekomme, was manche Dienstleister und Dienstleistung verstehen, dann wäre es doch angebracht, das Wort Dienstleistung auch richtig zu verwenden.
Diese Überlegung gilt im übrigen auch für Sexworker, auch hier wird eine Dienstleistung angeboten, die nicht besser oder schlechter ist als die Dienstleistung eines Anwaltes oder Wirtschaftstreuhänders.
Dieser Umstand gerät leider immer wieder in Vergessenheit.

Aldo
 
Es wäre anzumerken, dass dienen, mit Nichten als unterwürfig oder minderwertig zu verwechseln ist, siehe Butler. Dienstleistung leitet sich direkt von dienen ab und wenn ich sehe und leider auch immer wieder mitbekomme, was manche Dienstleister und Dienstleistung verstehen, dann wäre es doch angebracht, das Wort Dienstleistung auch richtig zu verwenden.
Diese Überlegung gilt im übrigen auch für Sexworker, auch hier wird eine Dienstleistung angeboten, die nicht besser oder schlechter ist als die Dienstleistung eines Anwaltes oder Wirtschaftstreuhänders.
Dieser Umstand gerät leider immer wieder in Vergessenheit.

Aldo

Da die ganze Diskussion schon von Anfang nicht hierher gepasst hat(mea culpa), werde ich auch nur mehr ein Posting dazu schreiben.

Für die Leute die ihre Arbeit gerne tun ist es keine Erniedrigung, der Rest ist entweder gut genug motiviert das Beste zu geben oder fühlt sich dazu gezwungen und dann kommen eben keine optimalen Resultate raus.


Und was Ritter angeht sah die Realität nun mal so aus:

Um Ehre alleine gings nicht für jeden:

Knights served their lords and were paid in land, because money was scarce.

In theory, knights were the warrior class defending the people of feudal Christianity and bound by a code of chivalry. Chivalry (like the samurai’s bushido) was a set of customs that governed the knights' behavior, but was perhaps less scrupulously observed. Knights served mightier lords, usually as vassals, or were hired by them. Some had their own castles, while others joined a military order or a crusade. In reality, rules were often bent or blatantly broken by knights as well as their masters, for power, goods or honor. So-called robber knights or robber barons even turned to organized crime, some based in a castle.

As time went by, monarchs began to prefer standing (permanent) armies led by officers rather than knights, because they could be used for longer periods of time, were more professional and were generally more loyal. This was partly because those noblemen who were themselves knights, or who sent knights to fight, were prone to use the monarch's dependency on their resources to manipulate him


http://en.wikipedia.org/wiki/Knight
 
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