Wobei die Sucht ja nicht einkommensabhängig ist. Meist sind Suchttendenzen ja vorher schon vorhanden. Aber ja, je mehr finanzielle Mittel vorhanden ist, um so stärker kann die Sucht genährt werden - muss es aber nicht. Aber zwischen Sucht und über seine Verhältnisse leben, ist noch viel Spielraum dazwischen.
Wenn man immer wieder hört oder liest, dass doch viele Haushalte hoch verschuldet sind, würde ich nicht von Sucht sondern einfach eine Fehleinschätzung der eigenen finanziellen Möglichkeiten sehen. Die Meisten geraten unschuldig in finanzielle Nöte.
Wenn man eh nicht gut mit Geld umgehen kann oder man bestimmte Situationen falsch einschätzt, ist es gut, sich einige Sicherungen einzubauen. Es ist halt ein Prozess und ich sehe schon vor allem bei Kindern und Teenager, dass viele von ihnen kein Zugang zum Geld (jetzt nicht unbedingt in Form von Taschengeld) haben. Sprich, sie bekommen Taschengeld, aber verstehen sich nicht, wie es zustande kommt.
So wie Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sollten sie auch den Umgang mit Geld erlernen. Und dass Arbeit nicht nur einen finanziellen Wert hat und was Solidargemeinschaft bedeutet (die ich als ein besonders wichtiges Gut einer funktionierenden Gesellschaft sehe) sondern vor allem ideell wichtig ist.