Liebster Erleuchteter!
Ich weiß zwar nicht, woher du deine Halbwahrheiten bzw. dein Halbwissen beziehst, aber es wird durch herunterbeten
(na ja nomen est omen) nicht wahrer oder richtiger.
Früher, d.h. in der zeit der Alkotest-Röhrchen, war eine klinische Untersuchung durch einen Amtsarzt und eine Blutabnahme zur genauen bestimmung des alkoholgehaltes (nach zustimmung des probanden) vorgesehen. Der Grund war die Ungenauigkeit der Röhrchen. Die Verweigerung war strafbar.
Das hat sich mit der Einführung des Alkomaten geändert. Der Wert des Alkomaten ist bindend und es braucht keine Blutabnahme mehr.
Ausnahmefälle sind, z.b. die Unfähigkeit, genügend Luft in den Alkomaten zu blasen. D.h. z.b. aufgrund einer Verletzung, dann wird das der behandelnde Arzt feststellen, oder z.b. aufgrund von Asthma oder einer anderen Beeinträchtigung der Lungenfunktion. Die kann der Proband dann vermutlich auchnachweisen.
Bei einem poitiven Alkomattest hat der Proband die Möglichkeit, sich
auf eigene Kosten in einem öffentlichen Krankenhaus Blut abnehmen zu lassen und dieses der Exekutive zu übermitteln. d.h. die werden es dann in der Regel vom Krankenhaus abholen. Für die Richtigkeit der Durchführung der Blutabnahme haftet dann der abnehmende Arzt. Die Untersuchung des Blutes findet wieder bei einem Labor statt, das die Exekutive auswählt.
Sowohl eine Verweigerung des Alkomattests als auch die Verweigerung der amtsärztlichen Untersuchung ist wiederum strafbar.
Neu (seit der letzten oder vorletzten Novelle) ist, daß der Proband nicht mehr zustimmen muß, d.h. nach einem Verkehrsunfall,
wenn er z.b. bewußtlos ist, oder bereits sediert, kann ihm der Amtsarzt trotzdem Blut abnehmen bzw. auf bereits vom KRankenhaus abgenommenes Blut zurückgreifen. Das war zuvor nicht möglich.
Klar ist ein WErt von 0,81 promille nach einer Blutabnahme möglich, es ist aber fraglich, ob sich ein radfahrer den aufwand antun wird. ist der wert nämlich nach der Blutabnahme noch immer positiv, muß er die Blutuntersuchung ebenfalls bezahlen, und die kostet auch einiges.
ach ja, verweigerung des alkomattests, bzw. blöd stellen ebendort und produzieren von einigen fahlversuchen bringt auch nichts, es wird dann der höchstwert angenommen und auch nach diesem bestraft.
so, du bist dran........
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