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Mai/Juni Ausgabe der Zeitschrift Emma, herausgegeben von Alice Schwarzer.
Der Sordain liest die Emma, wie schön
Total spannend fand ich zB den Artikel über das Sexualverhalten der Bonbon-Affen, die im Matriachat leben....
@ Topic. Hab grad wieder mal (ich denke so zum siebten Mal) Benoite Groults "Salz auf unserer Haut" gelesen. Wenn eine französische Feministin einen erotische Liebesgeschichte schreibt, dann sind Schuldgefühle fehl am Platz. Sie erzählt die Geschichte einer im Grunde unmöglichen Liebe, einer Beziehung voll Zärtlichkeit und Sinnlichheit. Der Roman entwirft mit der Hauptdarstellerin George das Bild einer freien, selbständigen, klugen, gebildeten Frau, die zu ihren Gefühlen steht.
Eine erotische Liebesgeschichte des Hin- und Hers. Immer wieder begegnen sich George und Gauvin, erleben innige, liebevolle Momente, um sich wieder zu trennen und fast aus den Augen zu verlieren. Diese Liebe hält an, ihr ganzes Leben lang.
Benoite Groult ist eine Meisterin der Worte, fast jede Seite versteckt ein wunderschönes Zitat: "Wenn das Leben ganz und gar im Augenblick Platz findet, wenn es einem gelingt, alles andere zu vergessen, dann erreicht man vielleicht die intensivste Form der Freude." (S 51)
Sehr zu empfehlen ist auch Benoites Groults Autobiografie: "Das Leben heißt frei sein".
Sie beschreibt die Entstehungsgeschichte ihrer berühmtesten Werke (auch den Skandal, den die Publikation von "Salz auf der Haut" mit sich brachte), das Finden zu sich selbst, die Schwierigkeiten ihren Platz im Französischen Feminismus des 20. Jhdts. zu finden. Viel Witz, Ehrlichkeit, Sarkasmus....absolut spannend und berührend!