Schweizer schaltete online eine Anzeige, wollte eine Frau und die Tochter schlachten lassen.
Bizarrer Kriminalfall aus der Schweiz. Hans Ulrich R. (53) aus Winterthur bot im Internet eine Frau und ihre 12-jährige Tochter zur Schlachtung an.
Der "Marquis el Diablo", wie sich R. selbst nannte, gibt sich als Frau eines Bekannten aus und schaltet online folgende Kannibalen-Anzeige, wie der Schweizer "Blick" berichtet: "Suche sadistische Herrschaften oder Metzger. Devote-masochistische Mutter (27j/165/ 45kg) mit Tochter (12j) sucht erfahrenen, strengen Herrn oder Sadisten, der uns zu willenlosen Geschöpfen erzieht." Und weiter: "Sind auch an Schlachtung und Dolce interessierten Herren interessiert, die uns am Spiess braten wollen."
Mit "Dolce" sei "Mästen, aufspiessen, Kannibalismus" gemeint, erklärt R., der bereits 1988 eine Frau umbrachte, hinterher der Polizei. Als Absendername gibt R. "Patricia" an. Sie ist die Frau von Peter J. (50), einem Polizisten, den R. vom Sado-Maso-Stammtisch kennt.
Er habe seinem Bekannten nur "helfen" wollen. Peter und Patricia hätten mitten in einer "Kampfscheidung" gesteckt, so der Schweizer. "Ich hoffte, dass sie von der Bildfläche verschwindet. Dass Peter die Kinder bekommt."
Der perfide Plan des 53-Jährigen: Ein "Schlächter" sollte die Frau besuchen, sie sollte "sadomasochistische Spiele mitmachen" und schließlich umgebracht werden, so der "Blick". Zwei Monate später ändert R. diese Aussage. "Ich wollte Patricia J. nicht töten, beziehungsweise töten lassen."
Auf seine Annonce meldeten sich tatsächlich 20 Leute. Dank eines verdeckten Ermittlers, der einer der 20 war, die auf die Anzeige antworteten, geriet Patricia nicht in die Hände eines "Schlachters". Am 6. Oktober 2010 verhaftet die Polizei Hans Ulrich R.
Am Mittwoch muss sich R. nun vor dem Winterthurer Bezirksgericht verantworten. Er ist wegen "strafbarer Vorbereitungshandlungen zum Mord" angeklagt.