Wir leben zum Glück weder in dem Einen noch in dem Anderen.
stimmt, wir leben hier weder Patriarchat, noch Matriarchat. aber, ob wir deshalb von "Glück" reden können, ist zu bezweifeln.
denn, weder das eine, noch das andere zu leben, bedeutet auszusterben. so läuft das mit JEDEM patriarchat, sobald der mann es aufgibt und der frau die sexuelle selbstbestimmung zugesteht.
matriarchat = frau bestimmt die zahl ihrer nachkommen = die zahl der gesamten gesellschaft ist stets gleichbleibend
patriarchat = mann bestimmt die zahl und das geschlecht seiner nachkommen = männerüberschuss, bevölkerungsexplosion
"westlich geprägte, freiheitliche gesellschaften", also weder M noch P = NIEMAND bestimmt die höhe der geburtenrate, weshalb diese kontinuierlich, in der endphase dann exponentiell sinkt, bis niemand mehr da ist. diesen prozess haben schon sehr viele patriarchate vor uns mitgemacht. und sie sind allesamt ausgestorben. die letzten waren die alten ägypter, griechen und römer.
Auch deine Beschreibung eies Partriarchats ist fehlerhaft, denn im Patriarchat haben Männer ohnehin ein Anrecht auch Sex.
ich kann zwar die "fehlerhafte Beschreibung" nicht nachvollziehen, aber ich kann mein Weltbild in sachen Patriarchat darlegen:
der volksmund sagt, Patriarchat bedeutet "Herrschaft des Mannes". dem kann ich mich anschliessen. obwohl ich das ein wenig anders sehe.
die wichtigste voraussetzung für eine intakte gesellschaft ist deren Eheverhalten: WER führt die ehe?
im P führt der mann die ehe. er beruft sich dabei auf religiöse oder staatliche gesetze um seine position zu legitimieren.
er trägt die verantwortung über haus, frau, kinder.
die frau hat im P kein wahlrecht, kein scheidungsrecht, kein sexuelles selbstbestimmungsrecht.
warum macht der mann das?
weil er von der natur recht einfach gestrickt wurde: der mann will im grunde nix anderes, als "dauerhaft verfügbaren sex". täglich. lebenslang.
um also dauerhaft verfügbaren sex zu haben, muss der mann die frau an sich binden. die frau kann jedoch nur mit offener oder subtiler gewalt an den mann gebunden werden. genau das, geschieht im P. der mann bestimmt die art und zahl seiner nachkommen, und bestimmt darüber hinaus auch, mit wem seine nachkommen verheiratet werden.
die männer im P haben also ned "ohnehin ein Anrecht auf Sex" - sie haben dieses "Recht" selbst gesetzt.
Kannst du ein Beispiel für ein Matriarchat nennen, in dem es wie von dir beschrieben abgelaufen ist?
es gibt (noch) zwanzig Matriarchate auf diesem Planeten. und das, was ich hier beschreibe ist nicht das, was dort "abgelaufen ist", sondern das, was dort TAGTÄGLICH läuft. es gibt verschiedene formen des Matriarchates, aber vom prinzip her sind alle gleich.
der volksmund sagt, Matriarchat bedeutet "Herrschaft der Frau". dem kann ich mich ebenfalls anschliessen, obwohl diese "Herrschaft" einer detaillierten erklärung bedarf. während nämlich die herrschaft des mannes im P offensichtlich ist, ist die herrschaft der frau im M unsichtbar.
im M führt die frau die ehe. sie trägt die alleinige verantwortung über haus, mann, kinder.
sie schafft das ganz alleine, ohne religiöse oder staatliche gesetze.
unterschiedliche formen des M: es gibt M, wo frau und mann in monogamer ehe lebenslang zusammen sind. (Südamerika, Afrika) und es gibt M, deren lebensmodell gar nicht so einfach zu beschreiben ist: die matriarchatsforschung nennt es "Ehe über Nacht". (Südchina) also prinzipiell ebenfalls eine lebenslange ehe, allerdings mit wechselnden partnern. worin sich diese beiden formen des M nicht unterscheiden: in beiden wollen die frauen TÄGLICH sex haben! und den haben sie auch, weil sie in sachen Sex, die treibende kraft sind.
im internet findest du dokus, vorträge und publikationen zum thema. ausserdem empfehle ich bücher von Bronislaw Malinowski, Wilhelm Reich, Heide Göttner-Abendroth.
und damit es nicht allzu OT ist:
abschliessend lässt sich konstatieren: die Lustförderung der Frau, kann definitiv nur durch die Frau selbst erfolgen. was jedoch niemals geschehen wird, wenn die Frau nicht intellektuell begreift, dass sie ein sexuelles problem hat. denn sie kann ihre eigenen blockierungen nicht fühlen. ihre sexuellen blockierungen kommen einzig durch ihr Verhalten zum ausdruck: Schuld-, Scham-, Ekelgefühle, Hemmungen und Tabus aller Art und Verweigerung sind ihre diesbezüglichen stilmittel.
wünsche einen angenehmen Abend