Wär aber nicht schlecht, wenn wir uns wieder der irren Justiz zuwandten. Was sagt man dazu, dass eben jener HOJAC fast mit einem Freispruch davon gekommen wäre? Warum findet es niemand seltsam, dass ein Finanzminister mit 500 k - die weder ihm noch der Schwimu gehören - im Kofferl in die Schweiz fahrt?
Seltsam findet es wohl die große Mehrheit der Steuerzahler. Und skandalös ist, dass ein Ermittlungsverfahren durch diverse Eingaben von Seiten eines findigen Anwalts so exorbitant hinausgezögert werden kann; dass in Liechtenstein - immerhin EWR-Mitgliedsstaat - Beweismittel einfach verschwinden; und dass Begünstigte von Stiftungen nicht ermittelt werden können. Und das sind nur einige der Umgereimtheiten im Buwog-Fall. Selbst wenn es einmal eine Verurteilung geben sollte, wird der OGH in seiner Einfalt die Strafe auf Grund der langen Verfahrensdauer (!) herabsetzen. Gewisse Regeln in unserer Rechtsprechung sind einfach grotesk.
Zum Fall Westenthaler: Der Freispruch im Ersturteil ist tatsächlich sehr seltsam gewesen. Wobei es der Schüssel geschafft hat, mit seiner Zeugenaussage bzgl. der veruntreuten Bundesliga-Subvention den Westenthaler noch zu unterbieten (er meinte sinngemäß, das Gericht soll sich wegen der Million nicht so aufführen, und außerdem koste der Prozess mehr als der mögliche Schaden war). Das ist eines ehemaligen Bundeskanzlers unwürdig.
Immerhin hat die Berufungsinstanz ausnahmsweise einmal gegen einen prominenten Angeklagten entschiede.
Dieser Typ wird nie und nimmer für irgendwas ein "Schmalz" ausfassen, da kanns't Dir sicher sein. Der ist aalglatt, an dem bleibt nix hängen.
Naja, vielleicht wird's ihm wie dem Al Capone gehen - dem konnten sie auch nichts anhängen, nur ausgerechnet via Steuerverfahren ging's ihm dann an den Kragen. Auch bei Grasser hat das Steuerverfahren die größten Erfolgsaussichten, obwohl es nur ein Nebenschauplatz ist im großen Netzwerk, das er mit seinen Spießgesellen aufgebaut hat.
@Mitglied #171 Grober Unfug. 1. Selbstverständlich waren die " Ziegelbem " Wirtschaftsmigranten. 2. Natürlich hat mein
Großvater noch tschechisch gesprochen. 3. Das soziale Netz gabs damals fuer niemand.
Das ist ein guter Punkt, den Du ansprichst. Ich frage mich ja oft, wie es die "Ziegelbem" geschafft haben, sich so rasch in "Deutschösterreich" (man verzeihe mir den Ausdruck) zu integrieren - und warum es Türken bspw. auch nach Generationen nicht schaffen. Die "Ziegelbem" werden ja immer als Beispiel dafür genannt, dass das heutige Österreich schon immer ein Einwanderungsland war und Zuwanderung auch funktionieren kann. Da kann man nur replizieren, ja wenn das immer so ablaufen würde wie bei denen, würden nur wenige motschgern.
Es ist oft eh egal, ob der Wille zur Integration vorhanden ist oder nicht, weil diese Menschen von vielen nie als gleichwertige Mitmenschen gesehen werden (solang man ihnen ansieht/anhört, dass sie woanders her sind) und man in Wahrheit gar nicht wirklich will, dass sie in Ö Fuß fassen.
Ich bezweifle den Willen zur Integration bei vielen. Wenn der Milos Zeman in Österreich eine Wahlveranstaltung abhalten würde, tät keiner hingehen
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. Zugegeben, die böhmischen Zuwanderer sind schon ein paar Generationen länger in Österreich als die türkischen, aber alleine die Tatsache, dass türkische Innenpolitik hierzulande auf der Straße ausgetragen wird, ist doch ein klares Zeichen dafür, dass diese Menschen hier noch nicht wirklich angekommen sind.