... Die Krux ist nur, dass ich eine nicht begründete, aber echt grosse Angst vor Psychoanalysen habe,weil ich einfach fürchte, dass ich mein weiteres Leben danach ausrichten könnte - auch, wenn ich im Allgemeinen eher nicht labil bin.
Eine Familienaufstellung ist keine Psychoanalyse - zumindest hab ich sie so nicht empfunden. Die Antworten kommen nicht aus Dir, Du bist ja auch nicht Die die redet, sondern aus den Gefühlen, die der oder die Stellvertreter erleben und mitteilen. Es ist schwer zu beschreiben weil es rational nicht nachvollziebar ist, was dabei passiert. Aber es ist erstaunlich, die Reaktionen zu sehen, zu erleben wie jemand wild fremder auf einmal Körperhaltung und Tonfall einer Person aus Deiner Familie annimmt - und Dir dann sagt wie er sich fühlt ..... und Du interagierst dann, hast Deine eigenen Empfindungen und kannst dann durch Veränderung der Positionen und Haltungen (das macht der Aufsteller für Dich, solange, bis "alle Beteiligten" *ihren* Platz haben und sich gut fühlen) Deine Platz zu finden ... es dauert eine Weile, bis es wirkt, aber fest steht, jeder interagiert mit seiner Umwelt. Wenn Du mit Dir selbst im Reinen bist, Dein Selbstbild wieder das eines wertvollen Menschen ist, dann kommen die anderen automatisch ganz anders auf Dich zu.
Im Endeffekt ist es nur ein Weg, der Dir gezeigt wird, gehen mußt Du ihn schon selbst.
Ich würde mir z.B. niemals ein persönliches Horoskop erstellen lassen, aus der puren Angst heraus, mich vollkommen nach diesen Prognosen zu richten.
das ist was völlig anderes, kann man nicht vergleichen.
Und in diesem Zusammenhang frage ich mich dann, was passiert wohl, wenn ich zudem an jemanden geraten könnte, der sein Handwerk eben NICHT versteht.
Gute Frage. Wahrscheinlich passiert nichts oder nur wenig. Kann ich Dir nicht sagen, weil ich zu meinem Aufsteller auch nur durch Mundpropaganda kam.
Ich denke ein guter Hinweis ist die Finanzgebahrung. Wenn du auf eine Massenveranstaltung geladen wirst, bei der auch die Stellvertreter ordentlich abkassiert werden, wäre ich vorsichtig. Andererseits kannst Du Dir auf die Art die Sache auch erst einmal ansehen
Ich denke man merkt irgendwie, ob es der andere Ernst meint oder nicht, oder ob er ab einem gewissen Punkt überfordert ist.
Ich habe meine Aufstellung auch über Jahre hindurch vor mir her geschoben, bis dann der Tag kam, an dem ich wirklich nicht mehr weiter wußte. Manchmal bereue ich es, das nicht schon viel früher gemacht zu haben, aber vielleicht gibt es auch sowas wie den idealen Moment und der war halt jetzt zu diesem Zeitpunkt.