was lest ihr gerade? - der literaturthread!

Michael Weins - Delfinarium

Da ist sein antriebsschwacher Vater im Ohrensessel und da ist seine einzige Freundin Petra, die genau weiß, was sie will. Und irgendwo dazwischen ist Daniel selbst, der mit seinem Leben seit dem Abi nicht viel anzufangen weiß. Das ändert sich durch seine Zuneigung zu Susann: Seit einem Unfall ist sie stumm und als ihr Betreuer begleitet er sie regelmäßig an ihren Lieblingsort - das Delfinarium. Zumindest solange, bis ein Fremder auftaucht und behauptet, Susann hieße eigentlich Marie und sei seine verschwundene Frau. Daraufhin lässt Daniel alles zurück - den Vater, Petra und das malerische Alte Land - und macht sich mit Susann auf in ihre vermeintliche Vergangenheit.
 
....: "Beim Häuten der Zwiebel"... find ich das Buch einfach nur genial, vorallem die geschichtliche Aufarbeitung.

das Buch das Aufruhr erzeugte

hier hat Grass seine HJ-Jugend zugegeben

eine interessante Geschichte über den 2. WK - hat mir gut gefallen
 
So, ich habs jetzt geschafft, dieses Buch zu lesen.

Wenn mir eine/einer derjenigen, die hier davon schwärmen, in einfachen Worten erklären kann, was Euch dran fasziniert hat...bitte weitersagen.
Ich finde desen "Roman" ehrlich gesagt absolut belanglos.
Die ersten 100 Seiten waren noch halbwegs ok...das Thema ist ja nicht neu, das hat ja Rosendorfer ( den Glavinic wenigstens zitiert ) in "Solo für Anton" schon vorgespielt, und es ist ganz nett, wenn der Protagonist Jonas durchs leere Wien fährt und seine Spuren sucht...

aber das auf 400 Seiten durchzuexerzieren...ohne jegliche Entwicklung, in einer lapidaren Sprache, ist recht kühn.

Kritiker sprechen vom "existenzialistischen Roman". Kann ich nicht beipflichten. Ab Seite 150 war mir stinkfad.
Ob der Protagonist von der Bigittenauer Lände in den 5. Bezirk oder zum Attersee oder nach England fährt, Möbel zersägt, Keller ausräumt oder Bohnensuppe kocht, den Stephansdom filmt, über den Ring rast oder alte Fotos betrachtet...hat mich völlig kalt gelassen. Ist mir völlig wurscht, und Glavinic trägt von Inhalt und Sprache her nichts dazu bei, das zu ändern. Auch diese Psudo-Spannung mit den Schläfer-Videos oder dem Pendeln - einfach belanglos.

Ab Seite 300 hab ich echt die Krise bekommen...und auf ein interessantes Ende gehofft :roll:.
Ich versteh bei aller Liebe nicht, was an diesem Buch gut sein soll, außer dass es von einem sog. "jungen" Autor stammt.

Ich finde, der "Kameramörder" ist ein großartiges Buch. "Die Arbeit der Nacht" ist für mich aber ein völlig überschätztes, missglücktes Experiment. Glavinic misst sich mit so Großen wie Marlen Haushofer, Herbert Rosendorfer, Christoph Ransmayr, Kurt Vonnegut und Jose Saramago, und dieser Vergleich der pessimistischen Utopien macht das Buch erst so richtig schlecht. Es gelingt ihm IMHO auch nicht, die Isolation und Existenzfragen rauszuarbeiten, und die Sprache ist maximal am Niveau seiner Kurier-Kolumnen

Sorry, hat mich sehr enttäuscht!

ich fand es unerträglich - hab die letzten 200 seiten in fast forward durchgeblättert - da ist aber auch nix neues passiert
 
gerade 2 tolle Bücher ausgelesen

Daniel Kehlmann - Die Vermessung der Welt
Lakonisch geschriebene, fiktive Biographie von Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt.
Ausserordentlich lustig und unterhaltsam. :daumen:

sehr nett, sehr kurzweilig
ich mag geschichten
 
heinrich steinfest
der umfang der hölle
wer es schräg und mit wahnwitzigen wortspielen und sätzen mag
ist da richtig
 
DAS VERLORENE SYMBOL

Den Autor Dan Brown vorstellen zu wollen, käme dem berühmten Versuch die ebenso berühmten Eulen nach Athen zu tragen gleich. Sein nunmehr viertes Werk reiht sich nahtlos an Sakrileg - The Davinci Code und ILUMINATI an. Man ist sogar versucht zusagen, The lost Symbol - so der Originaltitel - geht anstandslos als Fortsetzung durch. Der bereits gut bekannte Hauptcharakter des Symbologen Robert Langdon rutscht von einem Moment zum anderen in ein Abenteuer der Extraklasse hinein. Die Freimaurerei wird ausgiebigst behandelt, Brown schreibt wie immer so, das man - wenn auch unbewußt eigene Bilder im Kopfkino entwickelt. Nur soviel sei verraten, wenn die Geschichte vom Anfang an eine scheinbar nur zu leicht erkennbare Linie angibt, entwickelt sich alles gänzlich anders und wird zu einer Tragödie. Für die Fans von Dan Brown und dem Schauspieler Tom Hanks sei verraten, das 2010 die Dreharbeiten zu "DAS VERLORENE SYMBOL" beginnen sollen. Wenn das Buch auch nur annähernd zur Filmvorlage werden soll, dann steht Tom Hanks einiges bevor! :twisted:
 
Henning Mankell - Die italienischen Schuhe... vorweg: ich mag Mankell.. auch oder vor allem, wenn er keine Krimis schreibt... die italienischen Schuhe sind weder Krimi noch Afrika-Buch, sondern die Geschichte eines alternden Mannes, dessen Leben plötzlich eine überraschende Wende nimmt.. ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.. aber wie gesagt... ich mag den Autor sehr!
 
Lebe ehrlich - werde reich - Erich J. Lejeune
Besser miteinander reden - Dale Carnegie
 
Passend zur Jahreszeit und hier drinnen auch schon beschrieben:

Daniel Glattauer - Der Weihnachtshund

Ein echt witziges Buch bei dem ich wirklich mehrmals laut auflachen musste. Wirklich sehr zu empfehlen :daumen:
 
Gaby Hauptmann - "Frauenhand auf Männerpo"... und ich kann nur sagen: das beste an diesem Buch ist der Titel. Es ist ein Buch mit Kurzgeschichten der Autorin, die ich eigentlich immer recht gerne gelesen habe... aber dieses Buch hat mich so geärgert, dass es das letzte sein wird, das ich von ihr in mein Regal stellen werde. Fast alle Geschichten sind schon anderswo veröffentlicht worden und ich kenne sie bereits... das Lesevergnügen hält sich somit in Grenzen... :mad:...für Leute, die noch nichts von der Autorin kennen, vielleicht ganz amüsant.. :hmm:
 
Terry Pratchett - Die Farben der Magie

Der Magier Rincewind packt nicht oft etwas an, aber wenn er es tut, dann geht es schief. Während seiner Ausbildung an der Unsichtbaren Universität wirft er verbotener Weise einen Blick in das magische Buch Oktav – und wird prompt von einem Zauberspruch befallen. Dieser ist so mächtig, daß er keine weiteren Sprüche neben sich duldet. Rincewind muß die Universität verlassen und tut sich mit Zweiblume zusammen, dem ersten Touristen auf der Scheibenwelt. Gemeinsam begegnen sie Drachen, Wassertrollen und intelligenten Holztruhen. Und als sie an die Grenze der Scheibenwelt gelangen, ist Rincewind natürlich der erste, der über den Rand fällt … »Die Farben der Magie« ist der Auftakt zu Pratchetts legendärem Zyklus, der die humorvolle Fantasy-Literatur wie kein anderer geprägt hat.

War mein erster Scheibenwelt Roman, wird - nach anfänglichen Startschwierigkeiten - allerdings nicht mein letzter beleiben
 
Verrückte Welt - von Friedrich Orter.

Reportagen aus Gegenden, die nicht unbedingt als Erholungsgebiete zu bezeichnen sind. Der Autor erzählt tragisch, hoffnungslos aber auch zuversichtlich und mit zögerndem Optimismus von Begebenheiten und Erlebnissen während seiner Reisen in die Krisengebiete dieser verrückten Welt.
 
ich düs morge für ein paar wochen nach neuseeland ab - was hab ich außer reiseführern eben eingepackt?:

günter grass: die bösen köche
kurzgeschichten von ilse aichinger
andre breton: nadja
il milione (marco polo) in deutscher sprache
ein reclam-reader zum thema "autorschaft"
ein reclam-reader zum thema "postmoderne"
 
ich düs morge für ein paar wochen nach neuseeland ab - was hab ich außer reiseführern eben eingepackt?:

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schönen Urlaub! *neid*... und wenn du wieder da bist: melde dich mal ;) :bussal:
 
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