Beides erlebt, und durchaus nicht im Widerspruch. Oder ist es doch einer?
Nehmen wir Romantik als überschwänglich emotional her, ist es kein Widerspruch, gar keiner.
Das hat ich übrigens vor einiger Zeit, nicht ganz alleine zugegeben schwerst beschäftigt.
Was konventionell widersprüchlich erscheint, kann sich durchaus einen.
Das Wort Dominanz wie hier im anderen Forenteil besetzt sehe ich so nicht.
Dominanz sagt aus, dass es sich um einen starken Menschen handelt, der fähig ist Bedürfnisse anderer wahr zu nehmen und klar umsetzen kann.
Das beißt sich nicht mit Zärtlichkeit, Achtsamkeit, Obacht und einer unglaublichen Sanftheit, aber auch mit einer in sich liegenden Bestimmtheit.
Führen heißt nicht, jemanden zu etwas zu bringen, jemanden etwas anschaffen zu können, über jemanden zu bestimmen.
Es heißt durchaus ihn zu Erfassen und zu Erkennen und durch die eigene Bestimmtheit Entscheidungen auch für ihn, in seinem Sinn und sexuell nach seiner Lust zu treffen.
Es beißt sich auch gar nicht, wenn zwei dominante Personen Sexualität teilen, das geht ganz wundervoll.
Ich könnte es mir nicht mit jemanden vorstellen, der nicht ähnlich stark wie ich ist.
"Jemanden gut sein" dies Redensart, sagt deutlich aus, dass es sich um eine Aktivität handelt, die einem anderen gut tut.
(Und was einem gut tut, ist nicht immer eine Streicheleinheit, auch abseits von Sex
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)
In diesem Spektrum, können die sexuellen Spielarten, die konventionell hierforums schon als ganz schlimm und pervers gelten, wie Libellenflügel über einen kommen.
Beispiel: Hier immer wieder Thema: Ejakulieren in das Gesicht einer Frau.
Das kann durchaus demütigend, Strafe bis hin zu Frauenhass in sich bergen.
In anderer Besetzung wieder gar nicht, sondern einen gemeinsames Ergießen über das Antlitz der Liebsten.
Deepthroating: Gleiches Ding - es kann mit denselben Tränen in den Augen, der Atemnot, dem Schleimen und Rotzen, brutal und roh, fast feindlicher Akt sein und unter anderer Voraussetzung ein wildes Spiel sein ohne dass die Zärtlichkeit, die Obacht je verblasst und nicht mehr fühlbar ist, auch wenn es körperlich ein herausfordernder Akt ist.
Obwohl der Akt konventionell forenbanal betrachtet eindeutig zu - huihui - gehört, kann es federleicht im Kopferl sein, auch wenn es körperlich fordert.
Muss ich rennen, weil fünf Tschentschen auf der Insel hinter mir sind oder trainiere ich gerade für den Endspurt beim nächsten Lauf?
Die Aktion ist dieselbe, mein Herz pumpt, und mein Raucherbeuschl mag auf den Weggrand gespuckt werden.
Körperlich dasselbe - emotional etwas komplett Verschiedenes.
Sanftheit, Zärtlichkeit, Sorgsamkeit beißt sich in meiner Sexualität keineswegs mit Praktiken, die man als kräftig, deftig oder gar huihui hier bezeichnen mag. Real, fühlt es sich so nicht an.