Radler werden immer gefährlicher......

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gerade wieder mal so eine nette situation erlebt - nein genauer gesagt waren es zwei...

situation eins: nasse fahrbahn, ich fahre auf eine ampel zu, die gerade anfängt grün zu blinken - die tramschienen verlaufen nach rechts abbiegend, der radfahrer direkt vor mir auf einem rennrad tritt voll rein, ich bremse. er schafft es noch beim vierten mal blinken über die ampel drüber zu fahren.

situation zwei: wieder eine ampel - wir haben rot, die kreuzung ist gut einsehbar und weit und breit war kein querendes fahrzeug oder auch nur ein fußgänger zu erkennen. der radfahrer vor mir schaut sich nochmal um und fährt dann über die kreuzung - wir hatten noch immer rot.

jetzt die quizfrage: welches verhalten schätzt ihr als gefährlicher ein?

vielleicht bei der beantwortung der frage nicht in irgendwelche alten schemata verfallen und noch besser wäre es, bei der beantwortung der frage, keinen bezug zu mir herstellen zu wollen. ich war in beiden situationen nur Beobachter. und keine angst, ich leite keineswegs aus der antwort eine berechtigung für mich ab, mich in irgendeiner anderen situation ähnlich zu verhalten.

ein kleiner tip: einer der beiden radfahrer hat es nicht unverletzt über die kreuzung geschafft und hat einen fußgänger zu sturz gebracht, der aber gott sei dank unverletzt geblieben ist.
 
ich glaube, dass die strassen nicht ausschliesslich, aber hauptsächlich für autos gemacht sind. die begründung dieses privilegs ist für mich die finanzielle belastung der autofahrer. radfahrer zahlen ja nix ausser der ust. beim kauf des rades. für die erhaltung der verkehrswege darf der autofahrer aufkommen. auch wenn die erlöse aus kfz-steuer und sonstigen abgaben nicht zweckgebunden sind, zahlt der kfz-lenker wesentlich mehr in den topf ein als der fahrrafahrer.
und bitte komm mir jetz nicht mit dem argument, dass fahhradfahrer auch steuen zahlen-tun sie natürlich, nur eben nicht konkret fürs fahren.
google tip: "externe kosten auto" mit ein bisschen recherche kannst dir den unsinn sogar selbst widerlegen, das ist wie die raucher die glauben ihre enorme steuerlast ist gut fürs budget.
denkste!
 
Was die Differenzgeschwindigkeit betrifft: in der Stadt ist ein Autofahrer höchstens zweieinhalb Mal so schnell wie ein durchschnittlicher Radfahrer. Bei dichtem Verkehr sind die beiden fast gleich schnell. Dagegen ist der durchschnittlicher Radfahrer fünfmal so schnell wie der durchschnittliche
Fußgänger.
der durchschnittliche.... also die 14 jährige schülerin die am schafberg rauf fahrt (da fahren kfz im schnitt 70 und sie schafft vll 10-12) darf dann schon am gehsteig? oder ist die differenzgeschwindigkeit dann wieder wurscht und nur ein scheinargument dass halt eh vermutlich wahrscheinlich in 70% der gassen gilt?
und deine tempo angaben zeigen recht schön dass du maximal mit dem rollator um die häuser ziehst...
 
der Unterschied zu Kraftfahrzeugen (nicht Verkehrsmittel) ist der, dass Fahrräder von Jedem gelenkt werden dürfen,einschließlich Kindern ab dem 12. Lebensjahr, ohne Lenkerberechtigung oder sonstigen Dokumenten, die eine Ausbildung nachweisen. Kennzeichen wären nur dann sinnvoll, wenn die Identidät des Lenkers festgestellt werden kann, und das würde eine Ausweispflicht zur Folge haben, welche es in Österreich nicht gibt und nur durch eine Verfassungsänderung möglich wäre.

Es stimmt schon, daß es in Österreich keine Ausweispflicht gibt, aber den direkten Zusammenhang seh ich nicht, denn erstens brauchte man früher für Mopeds auch keinen Mopedausweis" (so wie jetzt) und da hatten die Mopeds auch schon Kennzeichen, zweitens gibt es jetzt auch schon einen Fahrradausweis - der ist zwar freiwillig und nur pflichtweise für Kinder zwischen 10 - 12 Jahren mitzuführen - und drittens bräuchte man keine Verfassungsänderung um ähnlich dem Moped, diesen Fahrradausweis verpflichtend für alle Radler einzuführen.
Ferner erinner ich auch nur, daß es zwar keine Ausweispflicht in Österreich gibt, jedoch ein Polizist das Recht hat, Dich auf die Wache mitzunehmen, wenn er meint Deine Identität feststellen zu müssen.
Könnte man also fast schon als indirekte Ausweispflicht verstehen.
Realistisch betrachtet hat man, und sei es nur die Bankomartkarte wo der Name draufsteht - eh immer irgendwas mit, um sich auszuweisen.

Also da seh ich ned unbedingt den Punkt, der gegen Fahrradkennzeichen generell sprechen würde.


Desweiteren sind Kennzeichen fahrzeugbezogen. D.h, dass man das Fahrzeug eindeutig dem Kennzeichen zuordnen können muß. Bei Kraftfahrzeugen ist das u. A. mit der Fahrzeugidentifikationsnummer feststellbar.
Man müsste also alle Fahradhersteller ,weltweit, dazu verpflichten, Fahrräder als eindeutig identifizierbar herzustellen...............

Also meines Wissens nach haben Fahrräder Seriennummern, z.B. an der Lenkstange eingestanzt.

Ich zweifle sehr stark daran, dass der Nutzen (welcher sollte das überhaupt sein?) den enormen Aufwand rechtfertigt!

Genau diese Frage sollte man ja besprechen.
Der Nutzen einer Kennzeichenpflicht wäre auch bei Fahrrädern der gleiche wie bei allen anderen Verkehrsmittel.
Letztendlich wäre es mit ein Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit und das rechtfertigt dann doch schon den Aufwand, meine ich.
 
Also meines Wissens nach haben Fahrräder Seriennummern, z.B. an der Lenkstange eingestanzt.

Eine Seriennummer ist herstellerspezifisch und nicht jeder Hersteller tut das. Gerade bei einem so billigen Produkt wie einem Fahrrad kann auch ein kapitalschwacher Produzent eine Kleinserie erzeugen, der braucht keine Seriennummer.
Dafür gab es vor einigen Jahren die Möglichkeit, Fahrräder polizeilich registrieren zu lassen. Dabei wurde eine eindeutige Nummer eingelasert und das Fahrrad erfasst. Die Aktualität dieser Datenbank wird mittlerweile wohl nicht sehr groß sein.

Letztendlich wäre es mit ein Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit und das rechtfertigt dann doch schon den Aufwand, meine ich.

Es würde ganz sicher ein Beitrag zur Budgetdeckung. Ob die Verkehrssicherheit davon ebenso profitieren würde weiß ich nicht.
 
Natürlich mißachten sie auch bisweilen, aber nicht mit jener Selbstverständlichkeit, wie Radfahrer, von denen ich bei rot kaum jemals einen stehen bleiben sah, ok, am Gürtel, da scheut sogar der Radfahrer vor einer Selbstmordattacke zurück. :mrgreen:

mindestens genau so viele fußgänger wie radfahrer mißachten die ampeln......

Warum? Gibt es irgenwelche Belege, dass dadurch gefährlichen Kopfverletzungen bei Radfahrern deutlich vorgebeugt würde? Welche Normen müssten diese Helme dazu erfüllen? 1,3kg schwere Motorradhelme wirst du ja nicht meinen.

zumindest wird es akribisch auf der verletzungsanzeige des krankenhauses vermerkt, vielleicht gibts weniger versicherungsleistung, wie beim gurt....

Eine Seriennummer ist herstellerspezifisch und nicht jeder Hersteller tut das. Gerade bei einem so billigen Produkt wie einem Fahrrad kann auch ein kapitalschwacher Produzent eine Kleinserie erzeugen, der braucht keine Seriennummer.
Dafür gab es vor einigen Jahren die Möglichkeit, Fahrräder polizeilich registrieren zu lassen. Dabei wurde eine eindeutige Nummer eingelasert und das Fahrrad erfasst. Die Aktualität dieser Datenbank wird mittlerweile wohl nicht sehr groß sein.

da gibts keine datenbank, das ganze funktioniert auf grundlage des wählerkatasters. jede straße hat nach diesem eine eigene nummer, die sich aus bundesland, gemeinde, und straßennummer zusammensetzt. dazu kam meines wissens noch die tür-nr, dann war es schon leicht, den besitzer auszuforschen.

wird aber so soweit ich weiß, nicht mehr gemacht, war zu teuer ;)
 
Eine Seriennummer ist herstellerspezifisch und nicht jeder Hersteller tut das. Gerade bei einem so billigen Produkt wie einem Fahrrad kann auch ein kapitalschwacher Produzent eine Kleinserie erzeugen, der braucht keine Seriennummer.

So gut wie alles, was heute produziert wird hat eine Seriennummer/Identifikationsnummer. Allein schon, um ein Produkt auch in der eigenen Produktion überprüfbar zu machen.
Ich glaube, daß das sogar in der ISO-Norm ein Pflichtpunkt ist.
Stichworte: Produktionsmängel, versicherungstechnische Gründe, Produkthaftungsgesetz, etc.

Die Vermutung liegt also nahe, daß die überwiegende Mehrheit der Fahrräder eine Seriennummer haben.

Möglicherweise irgendein Billigimport aus China nicht.
Aber so und so ist es kein Problem.
Einfache Bestimmung einführen, daß ein Rad das in Österreich verkauft wird eben eine Seriennummer braucht, und fertig.

Wir erinnern uns, daß Österreich das erste Land war, das eine KAT-Pflicht eingeführt hat.
Die Befürchtung, daß die mächtige Autoindustrie - die sicherlich mehr Einfluß hat als die Fahrradhersteller - auf Österreich pfeifen wird und es in Österreich künftig keine Autos mehr geben wird erfüllte sich übrigens nicht.


Ob die Verkehrssicherheit davon ebenso profitieren würde weiß ich nicht.
Ich würde eher fragen in welchem Ausmaß die Verkehrssicherheit profitieren würde, einen Effekt wird es sicher haben.
Allein schon, weil eben die Anonymität wegfällt und sich dann einige wohl zusammenreissen werden, und sogar zähneknirschend legal fahren würden und auf Bequemlichkeit müssten.
 
red kein blech von isonormen. mein ktm rad um knappe 2000€ hat keine seriennummer. und das ist wohl weder ein billigprodukt noch eine kleinserie. und wieso sollte man für einen anspruch nach phg eine seriennummer brauchen? oder für gewährleistung? und für welche versicherung überhaupt? die fahrradversicherung? hm die gibts nicht. und der haushalts/unfall/rechtschutz ists völlig egal auf welchem fahrrad oder dreirad oder bobbycar du wen umfährst.
ganz abgesehen davon dass seriennummern völlig unterschiedlich sind. dann hat der fahrer marke a eine 8stellige mit buchstaben und der fahrer der marke b eine 20stellige ohne. außerdem könnten auch idente seriennummern vergeben werden etc.
ohne kontroll/ zentralbehörde geht das nicht. und eine weitere behörde (mit abgaben gebühren etc) aufbauen ist wohl das letzte was das land braucht.

und ändern würd sich außerdem garnix. das depperte schild wär so schnell verbogen/geklaut/jackedrüber/im finstern/zu klein. außer man macht es lesbar und unübersehbar groß-> dann allerdings wirds über kurz oder lang bei jedem wiener auto, in ensprechender höhe, schleifspuren im lack geben.

die nächste frage wäre ob ein tourist oder niederösterreicher dann ein fahrradvisum braucht:haha:
 
der durchschnittliche.... also die 14 jährige schülerin die am schafberg rauf fahrt (da fahren kfz im schnitt 70 und sie schafft vll 10-12) darf dann schon am gehsteig? oder ist die differenzgeschwindigkeit dann wieder wurscht und nur ein scheinargument dass halt eh vermutlich wahrscheinlich in 70% der gassen gilt?
und deine tempo angaben zeigen recht schön dass du maximal mit dem rollator um die häuser ziehst...

Nein, mit dem elektrischen Rollstuhl, um auf Deinen letzten Satz einzugehen.

An den Haaren herbeigezogene Beispiele, wie 14 jährige Schülerin, die den Schafberg raufstrampelt, warum nicht jeder Radfahrer, der die Gallitzinstraße, die Viriotgasse, oder die Kahlenbergerstraße rauffährt?

MIR PERSÖNLICH
geht es um vollkommen "normale" alltägliche Straßen, die von sehr vielen Verkehrsteilnehmern (BEDAUERLICHERWEISE AUCH FUSSGÄNGERN) frequentiert werden. Die sehr ebene Gentzgasse (in der am Gehsteig gefahren wird, obwohl KEINE Einbahn), die ziemlich ebene Währingerstraße (keine Einbahn) die sehr ebene Porzellangasse (in der am Gehsteg gefahren wird, obwohl keine Einbahn) die ebene Liechtensteinstraße (auf der am Gehsteig gefahren wird, obwohl keine Einbahn), die Josefstädterstraße (auch keine Einbahn), Hietzinger Hauptstraße und Lainzer Straße (auch beide KEINE einbahnen und recht häufig Gehsteigfahrer, obwohl die Straßen breit sind) und so ließe sich diese Aufzählung ENDLOS (!!!!!!!!!) fortsetzen.
 
mein ktm rad um knappe 2000€ hat keine seriennummer. und das ist wohl weder ein billigprodukt noch eine kleinserie.

Dazu hab ich auf die Gache folgendes auf http://www.rahmennummern-check.de/ gefunden:

"Deshalb unser Rat ...
Jeder weiß, dass Hersteller ihre Fahrräder mit einer individuellen, einzigartigen Rahmennummer versehen. Somit verfügt das Fahrrad bereits von Werk aus über ein eindeutiges Identifizierungs-merkmal, welches eine zusätzliche Codierung überflüssig macht. Registrieren Sie noch HEUTE die vom Hersteller eingestanzte Rahmennummer bei Seriennummern CHECK (Status: “Registriertes Eigentum-Verkauf nicht beabsichtigt”) und machen Sie so damit deutlich, dass Sie der rechtmäßige Eigentümer sind und ein Verkauf nicht beabsichtigt ist!



und eine weitere behörde (mit abgaben gebühren etc) aufbauen ist wohl das letzte was das land braucht.

Interessant; gibt es bezüglich der Kennzeichen für Autos, LKW's, Mopeds, Motorräder, Invalidenfahrzeuge, etc. verschiedene Behörden?
Das macht nicht eine Behörde? Wußte ich gar ned! ;)


das depperte schild wär so schnell verbogen/geklaut/jackedrüber/im finstern/zu klein.

Es gibt ja "Lustige" für fast alles, warum aber wer grad ein Radkennzeichen klauen sollte ist mir ein Rätsel. Z.B. bei Motorrädern stehen die Kennzeichen auch manchmal "über den Rand" und sind nicht verbogen, warum also sollt das bei Fahrrädern also nicht auch möglich sein?


dann allerdings wirds über kurz oder lang bei jedem wiener auto, in ensprechender höhe, schleifspuren im lack geben.

Leider gibt es schon jetzt genügend Lackschäden dank der Pedale, oder sagen wir besser, dank jener Radler die nicht aufpassen und denen es völlig wurscht ist, wenn sie etwas beschädigen.
Aber auch da könnte eben das Kennzeichen auch hilfreich sein.
Stell Dir vor Du beobachtest wie ein ein Radler ein parkendes Auto streift und so einen Lackschaden verursacht.
Dank dem Kennzeichen kannst Du das notieren und dem Autofahrer eine Nachricht zukommen lassen.

die nächste frage wäre ob ein tourist oder niederösterreicher dann ein fahrradvisum braucht

So wahnsinnig viele Touristen, die mit dem eigenen Rad nach Österreich kommen gibt es nun auch wieder nicht, da kann man schon Ausnahmeregelungen treffen.
Nö, ein Niederösterreicher braucht in Wien etwa kein Visum, warum auch? Aber natürlich braucht er, genauso wie ein niederösterreichischer Autofahrer auch, ein Kennzeichen, da natürlich eine bundesweite Lösung anzudenken ist.
 
bei Motorrädern stehen die Kennzeichen auch manchmal "über den Rand" und sind nicht verbogen, warum also sollt das bei Fahrrädern also nicht auch möglich sein?

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Weil die Radler das nicht wollen, denn sonst würden sie für ihr übles Tun überführt, so einfach ist das. Sich nämlich als Radler den Kopf zu zerbrechen, welch ungeheuren Verwaltungsaufwand das bedeutet, ist ja direkt grotesk. Zerbricht sich der Autofahrer den Kopf darüber, was es für einen Verwaltungsaufwand bedeutet, erhält er ein Strafmandat? Nein, er flucht, dass er eines erhalten hat.
 
Stell Dir vor Du beobachtest wie ein ein Radler ein parkendes Auto streift und so einen Lackschaden verursacht.
Dank dem Kennzeichen kannst Du das notieren und dem Autofahrer eine Nachricht zukommen lassen.

Die genauso wie beim Parkschaden mim Auto elfe zählt :lalala: *klugscheissende*
 
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OT An die Allgemeinheit:

Gibts eigentlich auch "dislike" ===> Gefällt mir NICHT zu einem Beitrag?
 
Nein. wurde auch schon mal diskutiert. Würde wohl zu gegenseitigen "mag ich nicht" - Zuweisungen führen.
 
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