sexuelle Selbstbestimmung vs. Selbstwert

D

Gast

(Gelöschter Account)
Die gern behauptete sexuelle Selbstbestimmung und die Wahrung des Selbstwertgefühles - wo dazwischen liegt die Waage?

Wenn Frau ( natürlich auch Mann, der diskutiert aber nicht über die sexuelle Selbstbestimmung ) einen Typen nach dem Anderen im Bett hat, ist das dann ein Indiz für Selbstbewusstsein und sexuelle Selbstbstimmung oder handelt es sich dabei um nicht oder sehr gering vorhandenes Selbstwertgefühl? Sehr feine Antennen nehmen diesen Unterschied gefühlsmässig wahr, die Betroffenen selbst so gut wie nie - aber kann man die Grenzen abstecken?

Ein Versuch: Für mich kommen ONS oder sonstige sexuelle Abenteuer, die nicht im Rahmen einer Beziehung passieren nur in Frage, wenn die Frau das Zeug dazu hätte, dass ich mit Ihr eine Beziehung eingehen würde, wären die Umstände anders - unterhalb dieses Anspruchs kommt auch Sex nicht in Frage ( weshalb ich wahrscheinlich auch in Clubs immer nur das Essen und die Getränke genossen habe :p ) - das Selbstwertgefühl liegt dabei darin, dass ich es mir selbst Wert bin, wählerisch zu sein und diesen Anspruch nicht zu Gunsten allfälliger Profilierungen wie zB. die behauptete sexuelle Selbstbestimmung oder auch der tolle Hengst zu sein schmälere.
 
In der Tat ein schwieriges unterfangen,......

Verliert man den Selbstwert, wenn man des öfteren seine Sexualpartner wechselt? Oder verliert man die sexuelle Selbstbestimmung wenn man in einer fixen Beziehung lebt und auch die Sexualität hierin auslebt,...:hmm:

Ich kann nur von mir sprechen, meine Erfahrungen abwiegen, meine Emotionen in verschiedenen Lebensphasen für mich "auswerten"!

Die Zeiten in denen ich des öfteren einen starken Wechsel meiner Sexualpartner zu verzeichnen hatte, waren eigentlich immer Zeiten in denen ich mit mir selbst nicht im Reinen war!
Nun werden die Hüter der "sexuellen Selbstbestimmung" wieder aufschreien und mir den falschen Weg attestieren.
Nun ich glaube nicht, das es damals der falsche Weg für mich war, da er mir viele meiner eigenen Facetten aufgezeigt hat!

Die Suche nach Akzeptanz und LIebe (auch nach Selbstliebe) war für mich immer eine extrem wichtige. Lange Zeit habe ich versucht mein Leben von anderen Menschen abhängig zu machen, meine Gefühle waren unmittelbar mit der Akzeptanz von mir wichtigen Menschen verwoben.
Allerdings fiel mir nach einiger zeit auf, das ich die Liebe und die Akzeptanz nicht finde, wenn ich mir mit ONS die ZEit verbarrikadiere, die ich eigentlich dazu verwenden sollte, mich selbst besser kennenzulernen und mich selbst zu lieben.

Auch in meiner nun 8 jährigen Beziehung gab es Zeiten in denen ich mich selbst verloren hatte, unabhängig davon was mein Partner tat oder mir zu vermitteln versuchte, ich musste meinen Weg gehen um schließlich und endlich zu dem Schluss zu kommen, das ich mich in einem aberwitzigen Zustand hineinmanövriert hatte.
Nicht der Umstand der Untreue war das eigentliche Übel, das meine Ehe gefährdete sondern meine Unfähigkeit meinen eigentlichen Gefühlen zu folgen.
Die von mir vorgeschobene sexuelle Selbstbestimmung, die Suche nach dem Ausleben meiner Neigungen war nur Deckmantel einer kompletten Verwirrung meiner wahren Gefühle, diese waren vor allem von starken Selbstzweifeln geprägt, von innerer Disharmonie von zeitweisem Selbsthass!
Die Zeit war für mich dennoch eine sehr wichtige, um mit mir selbst ins Reine zu kommen, um meinen Weg zu finden und dann vielleicht wirklich einmal zu dem selbstbewußten Menschen zu werden, der ich lange Zeit vorgab zu sein!;)
Ich glaube nicht, das sexuelle Selbstbestimmung unbedingt mit wechselnden Sexualpartnern einhergeht, das würde für mich eherl mehr mit der Richtungslosigkeit der eigenen Gefühle einhergehen, doch sei es bitte jedem gegönnt!

Meine sexuelle Selbstbestimmung ist eng verwoben mit der Liebe zu mir selbst!
Das Selbstwertgefühl ist für mich wiederum eng verwoben mit der Selbstliebe, denn was man liebt hat Wert!

Ich finde es des öfteren erschreckend, das Menschen, die Ihre sexuelle Selbstbestimmung wie ein Leuchtbanner vor sich hertragen im eigentlichen ziemlich ungeliebte Wesen sind, die in stillen Stunden an sich selbst zweifeln, doch dann wieder in die Welt hinaustreten und versuchen, sich selbst und anderen etwas vorzumachen,....:)
 
Die gern behauptete sexuelle Selbstbestimmung und die Wahrung des Selbstwertgefühles - wo dazwischen liegt die Waage?


Hallo D_Shade,

interessanter Thread, interessante Frage....im Ersten lese ich hier keinen Widerspruch.


Wenn Frau ( natürlich auch Mann, der diskutiert aber nicht über die sexuelle Selbstbestimmung ) einen Typen nach dem Anderen im Bett hat, ist das dann ein Indiz für Selbstbewusstsein und sexuelle Selbstbstimmung oder handelt es sich dabei um nicht oder sehr gering vorhandenes Selbstwertgefühl? Sehr feine Antennen nehmen diesen Unterschied gefühlsmässig wahr, die Betroffenen selbst so gut wie nie - aber kann man die Grenzen abstecken?

Dass Männer nie über sexuelle Selbstbestimmung diskutieren, würde ich einfach auch einmal in Frage stellen....Alleine hier in diesem Forum lese ich auch viele Männer, die gerade darüber diskutieren. Aber das nur am Rande.

Jetzt sehe ich, worauf du hinaus willst. Und ich verstehe deine Frage. Eine kleine Nachfrag: warum beschäftigt dich das eigentlich?

Ich sehe es so: wenn jemand (Frau oder Mann) ihre Sexualität sehr offen lebt, kann das sowohl ein Indiz für ein großes Selbstbewusstsein, ein in sich Ruhen, ein mit sich und seinen/ihren Bedürfnissen im Reinen sein, sein, aber es kann auch ein Indiz für ein recht kleines Selbstbewusstsein sein. Die entscheidende Frage ist jedoch, ob das wirklich wichtig ist.

Wenn jemand eine Phase in seinem/ihren Leben ein geringes Selbstwertgefühl hat und durch ein ausgeprägtes Sexualleben an sich selber wachsen und gestärkt werden würde, was wäre schlecht daran?


Ein Versuch: Für mich kommen ONS oder sonstige sexuelle Abenteuer, die nicht im Rahmen einer Beziehung passieren nur in Frage, wenn die Frau das Zeug dazu hätte, dass ich mit Ihr eine Beziehung eingehen würde, wären die Umstände anders - unterhalb dieses Anspruchs kommt auch Sex nicht in Frage ( weshalb ich wahrscheinlich auch in Clubs immer nur das Essen und die Getränke genossen habe :p ) - das Selbstwertgefühl liegt dabei darin, dass ich es mir selbst Wert bin, wählerisch zu sein und diesen Anspruch nicht zu Gunsten allfälliger Profilierungen wie zB. die behauptete sexuelle Selbstbestimmung oder auch der tolle Hengst zu sein schmälere.

Ist bei mir nicht anders. Ones habe ich kaum, in der Regel habe ich Affairen - oder wie ich es lieber bezeichne: Liebhaber. Mit denen führe ich eine Art von Beziehung, die respektiere ich als Menschen, meist werden sie mir gute Freunde, in die verliebe ich mich in der Regel, es prickelt erotisch...das alles gehört bei mir zu gutem, erotischem Sex dazu.

(Und ich gebe zu, die zwei, dreimal, die ich in Swingerclubs war, sind hier ausgenommen....war auch sehr geil, aber eben nicht vergleichbar mit einer Affaire.)




@ Kassiopeia: :daumen::daumen::daumen: für diesen offenen, persönlichen Beitrag. Er ist viel zu schön und viel zu intim, als das ich ihn zerstückeln und zitieren möchte.
Hut ab vor so viel Selbstreflexion!
 


@ Kassiopeia: :daumen::daumen::daumen: für diesen offenen, persönlichen Beitrag. Er ist viel zu schön und viel zu intim, als das ich ihn zerstückeln und zitieren möchte.
Hut ab vor so viel Selbstreflexion!


Tu dir keinen Zwang an, der Grund warum ich diesen Beitrag geschrieben habe, liegt nicht vielleicht wie man glauben könnte in der Bereitschaft meine Seele zu offenbaren sondern sollte vielmahr dazu dienen, meine eigenen Gedankengänge hierzu klarer zu formulieren.
Da ich denke, das man gerade bei diesem Thema immer nur von sich selbst sprechen kann, war es meines Erachtens nach notwendig auch etwas preiszugeben.

Sich selbst und seine Seele zu "zerstückeln" kann manchmal sehr aufschlussreich sein,....es hilft einem viele Dinge ihrer Komplexität zu berauben und so velleicht wieder ein kleines Stückchen der eigenen Wahrheit näherzukommen.
Gerade in Bezug auf Selbstwert und Selbstliebe sehe ich es fast unumgänglich sich mit sich selbst zu beschäftigen und sich sogar manchmal ein wenig wie eine Laborratte vor sich selbst auszuweiden.
Viele Menschen behaupten sich selbst zu lieben, das was sie allerdings meinen ist die Liebe dazu, was sie gerne sein würden,....

Wenn du also meinen Beitrag dazu verwenden möchtest, deine eigenen Gedankengänge darzustellen oder sie mit den meinen zu vergleichen, dann tu dir keinen Zwang an und mach nur, es würde mich reizen zu erfahren wie du in diesem und jenem Belangen anders denkst!;)
 

Hallo D_Shade,

interessanter Thread, interessante Frage....im Ersten lese ich hier keinen Widerspruch.

Es muss kein Widerspruch sein, nichts desto Trotz ist es aber des Öfteren einer.



Dass Männer nie über sexuelle Selbstbestimmung diskutieren, würde ich einfach auch einmal in Frage stellen....Alleine hier in diesem Forum lese ich auch viele Männer, die gerade darüber diskutieren. Aber das nur am Rande.

Jetzt sehe ich, worauf du hinaus willst. Und ich verstehe deine Frage. Eine kleine Nachfrag: warum beschäftigt dich das eigentlich?


Hatte ich schon erwähnt, dass Psychologie und Verhaltensforschung zu meinen Hobby´s zählen?:p

Ich sehe es so: wenn jemand (Frau oder Mann) ihre Sexualität sehr offen lebt, kann das sowohl ein Indiz für ein großes Selbstbewusstsein, ein in sich Ruhen, ein mit sich und seinen/ihren Bedürfnissen im Reinen sein, sein, aber es kann auch ein Indiz für ein recht kleines Selbstbewusstsein sein. Die entscheidende Frage ist jedoch, ob das wirklich wichtig ist.

Wenn jemand eine Phase in seinem/ihren Leben ein geringes Selbstwertgefühl hat und durch ein ausgeprägtes Sexualleben an sich selber wachsen und gestärkt werden würde, was wäre schlecht daran?

ich habe auch nicht geschrieben, dass etwas daran schlecht wäre sondern nur hinterfragt, wo die Grenze liegt, wo Frau sich zB. zugunsten der Suche nach Bestätigung unter Wert verkauft. Ob es wichtig ist? Ich denke für den Einzelnen sehr wohl, denn wenn diese Erkenntnis, worum es sich in Wahrheit handelt, nicht irgendwann kommt, dann kann es im Nachhinein eine bittere Erkenntnis sein, zu entdecken, dass es sich nicht um sexuelle Selbstbestimmung gehandelt hat sondern andere Ursachen hatte bzw, wenn die Erkenntnis nie kommt, dann ist der / die Betreffende ewig auf der Suche nach etwas, das er nie bekommen wird, weil er / sie an den falschen Orten sucht.



@ Kassiopeia: :daumen::daumen::daumen: für diesen offenen, persönlichen Beitrag. Er ist viel zu schön und viel zu intim, als das ich ihn zerstückeln und zitieren möchte.
Hut ab vor so viel Selbstreflexion!

Kassiopeias Beitrag finde ich ebenso gut, ich habe von Ihr allerdings auch ähnliches erwartet und das ist der Stil, den ich bei einer Diskussion eigentlich bevorzuge ;)
 
ich habe auch nicht geschrieben, dass etwas daran schlecht wäre sondern nur hinterfragt, wo die Grenze liegt, wo Frau sich zB. zugunsten der Suche nach Bestätigung unter Wert verkauft. Ob es wichtig ist? Ich denke für den Einzelnen sehr wohl, denn wenn diese Erkenntnis, worum es sich in Wahrheit handelt, nicht irgendwann kommt, dann kann es im Nachhinein eine bittere Erkenntnis sein, zu entdecken, dass es sich nicht um sexuelle Selbstbestimmung gehandelt hat sondern andere Ursachen hatte bzw, wenn die Erkenntnis nie kommt, dann ist der / die Betreffende ewig auf der Suche nach etwas, das er nie bekommen wird, weil er / sie an den falschen Orten sucht.

Jetzt wird es etwas skuril für mich. Du bleibst also standhaft bei der sexuellen Selbstbestimmung von Frauen und klammerst Männer aus. Sowas mag ich eigentlich schon mal nicht....:confused:

"Unter dem Wert verkaufen" ist auch keine Redewendung, die ich in Bezug auf Sexualität verwenden würde. Ich weiß wohl, was du meinst, würde aber weiterhin dafür eintreten, dass jeder erwachsene Mensch für sich selber und für seine Handlungen verantwortlich ist (und auch sein darf) und würde mich hüten von außen zu verurteilen....Denn so liest es sich ein bißchen.

Und wo jemand nach Erkenntnis sucht, soll auch derjenigen/demjenigen selber überlassen werden
.


Die Zeiten in denen ich des öfteren einen starken Wechsel meiner Sexualpartner zu verzeichnen hatte, waren eigentlich immer Zeiten in denen ich mit mir selbst nicht im Reinen war!
Nun werden die Hüter der "sexuellen Selbstbestimmung" wieder aufschreien und mir den falschen Weg attestieren.
Nun ich glaube nicht, das es damals der falsche Weg für mich war, da er mir viele meiner eigenen Facetten aufgezeigt hat!

Ok...dann nehm ich deine persönlichen Zeilen dazu her, etwas über mich zu erzählen.
Bei mir war das sehr anders. In den Zeiten, in denen ich mit mir nicht im Reinen war, waren die Zeiten, in den ich eher verschlossener war und überhaupt keine Affairen hatte. Ones sind bei mir so gut wie nie vorgekommen und kommen auch heute noch äußerst selten vor. Warum? Siehe mein Beitrag oben.



Die Suche nach Akzeptanz und LIebe (auch nach Selbstliebe) war für mich immer eine extrem wichtige.

Das ist sicher für jeden und für jede ein Thema...für mich war es aber nie ein wirklich großes Thema. Warum? Ich hab mich früh mit Spiritualität und Meditation befasst und bin dadurch ruhig und gefestigt geworden.
Und Akzeptanz ist mir nur bedingt ein wichtiges Thema. Beruflich wie privat versuche ich einen klaren Weg zu gehen. Das macht nicht nur Freunde - ich ecke auch manchmal an, das ist nicht nur lustig, das ist mir aber wichtiger als jeder lauwarme Weg.



Die Zeit war für mich dennoch eine sehr wichtige, um mit mir selbst ins Reine zu kommen, um meinen Weg zu finden und dann vielleicht wirklich einmal zu dem selbstbewußten Menschen zu werden, der ich lange Zeit vorgab zu sein!

:daumen: :daumen::daumen::daumen:Eben. Und wer sind wir, über andere zu urteilen oder zu diskutieren, ob sie nicht den ach so falschen Weg gehen könnten? Ich bin eine Freundin von Selbstbestimmung eines jeden Menschen in allen Bereichen seines/ihres Lebens. Weil ich zum Ersten ein großes Grundvertrauen in den Menschen an sich habe und weil ich Zweitens glaube, dass auch sogenannte "flasche Wege" sehr richtige Wege sein können.

Daher halte ich Selbstreflexion für einen wichtigen Wert, den es vor allem für die zu lernen gilt, die mit dem achso großen Zeigefinger auf andere zeigen.



Ich glaube nicht, das sexuelle Selbstbestimmung unbedingt mit wechselnden Sexualpartnern einhergeht, das würde für mich eherl mehr mit der Richtungslosigkeit der eigenen Gefühle einhergehen, doch sei es bitte jedem gegönnt!

Jein.

Wir müssten hier eben definieren um welche Beziehungen es sich mit den welchselnden SexualparnterInnen handelt. Selbiges ist wohl schon in einigen Treue-Threads und auch im Thread Motivation für sexuelle Un-Treue passiert.

Aus meiner Sicht ist das Um und Auf in allen Bereichen eines Lebens die Authentizität - und kann dann sowohl heißen, dass sexuelle Beziehungen mit mehreren PartnerInnen Richtungslosigkeit bedeutet , es kann aber auch wirklich authentisches Leben bedeuten.


 
Sag mal D Shade wie machst Du das? Ich hatte heute so ein ähnliches Gespräch mit dem Genießer.

Ich hoffe ich verscherze es mir nicht gleich mit Salome, zwinker.

Meine Anzahl an Sexualpartnern ist ziemlich gering. Warum, weil ich an mich selber den Anspruch habe, nie eine von vielen zu sein. Ich werde nie mit jemanden Sex haben, bei dem ich weiß das er bereits beim verlassen des Bettes meinen Namen vergessen hat oder eine immense Anzahl von Frauen sich schon mit vergnügt hat.

Da kann ich nicht mal was dagegen tun, da wehrt sich einfach alles in mir.

Salome sagte gerade, sie werden mir zu guten Freunden. Dazu kann ich nur sagen, mit meinen Freunden teil ich nicht das Bett, will ich nicht. Freundschaften sind mir wichtiger als das ich darin erotische Verstrickungen haben möchte.

Freunde sind Freunde und Sex bitte nur mit jemanden für den ich mehr empfinde/empfinden könnte als Freundschaft.
 
Ich hoffe ich verscherze es mir nicht gleich mit Salome, zwinker.
Aber geh Mylene....ich mag kontroverse Diskussionen, sofern sie nicht untergriffig werden....:)

Salome sagte gerade, sie werden mir zu guten Freunden. Dazu kann ich nur sagen, mit meinen Freunden teil ich nicht das Bett, will ich nicht. Freundschaften sind mir wichtiger als das ich darin erotische Verstrickungen haben möchte.

Freunde sind Freunde und Sex bitte nur mit jemanden für den ich mehr empfinde/empfinden könnte als Freundschaft.

Was bitte schön, sind denn erotische Verstrickungen? Ich habs ja schon öfters geschrieben...

Für mich gibts nichts Schöneres, als eine erotische Freundschaft....Und noch nie hab ich mir eine Freundschaft durch so genannte "erotische Verstrickungen" zerbrochen....
 
Daher halte ich Selbstreflexion für einen wichtigen Wert, den es vor allem für die zu lernen gilt, die mit dem achso großen Zeigefinger auf andere zeigen.

Es ist nicht leicht mit Dir! Gerade hast Du Dich noch für die bedingungslose Selbstbestimmung ausgesprochen, und jetzt gibst Du selbst Ratschläge, was es für andere zu tun gilt. ;)

Aus meiner Sicht ist das Um und Auf in allen Bereichen eines Lebens die Authentizität - und kann dann sowohl heißen, dass sexuelle Beziehungen mit mehreren PartnerInnen Richtungslosigkeit bedeutet , es kann aber auch wirklich authentisches Leben bedeuten.

Schön gesagt! Nehmen wir einmal an, eine Frau würde per Inserat nach Männern für einen Gang Bang suchen. Wie gesagt - eine Annahme. Würdest Du ein solches Verhalten mehr als Richtungslosigkeit deuten, oder als authentisches Leben? :)
 
Es ist nicht leicht mit Dir! Gerade hast Du Dich noch für die bedingungslose Selbstbestimmung ausgesprochen, und jetzt gibst Du selbst Ratschläge, was es für andere zu tun gilt. ;)

Na ja...mit dir ja auch nicht.

Ich habe ja auch geschrieben, dass ICH Selbstreflexion als einen wichtigen Wert erachten....gleichzeitig aber versuche, keine Person mit erhobenem Zeigefinger zu sein.



Schön gesagt! Nehmen wir einmal an, eine Frau würde per Inserat nach Männern für einen Gang Bang suchen. Wie gesagt - eine Annahme. Würdest Du ein solches Verhalten mehr als Richtungslosigkeit deuten, oder als authentisches Leben? :)


Nun ja...da müsste ich diese Person gut kennen um "urteilen" zu können. Solltest du, lieber Steirer auf mich anspielen, so würde ich sagen...ja, in dieser Zeit war es mehr als authentisch. Denn: und das müsstest du auch wissen, so unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die jeweiligen Wege, die eigene Sexualität authentisch auszuleben....;)
 
Sag mal D Shade wie machst Du das? Ich hatte heute so ein ähnliches Gespräch mit dem Genießer.

Ich hoffe ich verscherze es mir nicht gleich mit Salome, zwinker.

Meine Anzahl an Sexualpartnern ist ziemlich gering. Warum, weil ich an mich selber den Anspruch habe, nie eine von vielen zu sein. Ich werde nie mit jemanden Sex haben, bei dem ich weiß das er bereits beim verlassen des Bettes meinen Namen vergessen hat oder eine immense Anzahl von Frauen sich schon mit vergnügt hat.

Da kann ich nicht mal was dagegen tun, da wehrt sich einfach alles in mir.

Deine Intention ist es also, nicht Eine von Vielen sein zu wollen. Bestimmst Du in diesem Augenblick selbst Deinen " Wert " oder lässt Du Ihn durch Andere bestimmen ? Eben durch die Vielen, derer Eine Du nicht sein willst?
Ist es relevant für den Selbstwert, dass ER Deinen Namen noch weiss, wenn er das Bett verlässt? Oder machst Du Deinen Selbstwert damit von Ihm abhängig?
Ist es nicht wichtiger ob er im erforderlichen und beabsichtigten Augenblick Deinen Ansprüchen gerecht geworden ist, dass Du für Dich keine Abstriche gemacht hast nur um einen " Erfolg " zu verzeichnen?

Sprichst Du also tatsächlich von DEINEM Selbstwertgefühl oder von dem Selbstwertgefühl, das Dir Andere zugestehen?

Aus meiner Sicht ist das Um und Auf in allen Bereichen eines Lebens die Authentizität - und kann dann sowohl heißen, dass sexuelle Beziehungen mit mehreren PartnerInnen Richtungslosigkeit bedeutet , es kann aber auch wirklich authentisches Leben bedeuten.[/COLOR]

Das geht mE. ein wenig am Knackpunkt vorbei. Die sexuelle Beziehung mit mehreren Partnern kann vieles bedeuten aber was bedeutet eine sexuelle Beziehung mit vielen Partnern, mit denen man niemals eine Beziehung im herkömmlichen Sinn eingehen könnte, also zu Gunsten der sexuellen Interaktion deutliche Abstriche in seinen eigenen Ansprüchen an einen potentiellen Partner macht?
 
Ein Versuch: Für mich kommen ONS oder sonstige sexuelle Abenteuer, die nicht im Rahmen einer Beziehung passieren nur in Frage, wenn die Frau das Zeug dazu hätte, dass ich mit Ihr eine Beziehung eingehen würde, wären die Umstände anders - unterhalb dieses Anspruchs kommt auch Sex nicht in Frage .....

:hmm::haha: .... na du bist a bissale vom Ego-virus infiziert???? Hast du eigentlich das Zeug und das Format, 'der Frau' für eine Beziehung zu genügen? :hmm::fragezeichen:

Bist vielleicht in anderen Umständen....

Das muss man:down: und frau sich mal auf der Zunge zergehen lassen - 'unterhalb dieses Anspruches kommt auch Sex nicht in Frage...'

Vielleicht hast a paar Gene vom Goldenen Kalb geerbt, um das die Frauen tanzen????
 
:hmm::haha: .... na du bist a bissale vom Ego-virus infiziert???? Hast du eigentlich das Zeug und das Format, 'der Frau' für eine Beziehung zu genügen? :hmm::fragezeichen:

Bist vielleicht in anderen Umständen....

Das muss man:down: und frau sich mal auf der Zunge zergehen lassen - 'unterhalb dieses Anspruches kommt auch Sex nicht in Frage...'

Vielleicht hast a paar Gene vom Goldenen Kalb geerbt, um das die Frauen tanzen????

Ob ich wieder das Zeug und das Format habe, der Frau für eine Beziehung zu genügen ist Ihre Entscheidung und nicht meine - ich habe meine auf der anderen Seite zu treffen.
 
Mein Selbstwertgefühl liegt darin, daß ich es
mir selbst Wert bin sehr wählerisch zu sein

ONS hatte ich kaum , sondern längere sexuelle Abenteuer - davor Beziehungen / Ehe ......

und wie bei Salome wurde aus der Affaire meist letzendlich eine schöne platonische Freundschaft ....

Michelle
 
Ob ich wieder das Zeug und das Format habe, der Frau für eine Beziehung zu genügen ist Ihre Entscheidung und nicht meine - ich habe meine auf der anderen Seite zu treffen.

..na ich glaub du hast sie auf DEINER Seite zu treffen - aber im Grund find' ich die Aussage ok.
Was aber wenn eine(r) eine Beziehung will - und die/der andere 'Ansprüche' nicht erfüllt sieht?
Eine Beziehung sollte doch auch Entwicklungspotenzial haben - und auch Träume und Wünsche...
:winke:
 
..na ich glaub du hast sie auf DEINER Seite zu treffen - aber im Grund find' ich die Aussage ok.
Was aber wenn eine(r) eine Beziehung will - und die/der andere 'Ansprüche' nicht erfüllt sieht?
Eine Beziehung sollte doch auch Entwicklungspotenzial haben - und auch Träume und Wünsche...
:winke:

Die " andere Seite " IST ja " meine " Seite ( bei 2 Menschen gibts ja ned mehr Seiten als ihre und meine ):p

Wenn das der Fall ist dann kommt es eben auf das Ausmaß der Differenzen und die Kompromissfähigkeit an ob es zu einer Beziehung kommt oder nicht. Ich bin zB. bei Figur und optischer Erscheinung durchaus kompromissbereiter, dafür mache ich bezüglich bestimmter Wesenszüge keine Abstriche, verliere dabei aber mein Spiegelbild nicht aus den Augen, soll heissen, ich stelle keine Ansprüche, die ich selbst nicht erfüllen kann.

Aber auch wenn die Kompromissfähigkeit nicht gerade ausgeprägt ist, hat eine Beziehung mE. Entwicklungspotential - nämlich miteinander.
 
Mein Selbstwertgefühl liegt darin, daß ich es
mir selbst Wert bin sehr wählerisch zu sein

Das heisst, du setzt dich herab, wenn du dich einem Mann öffnest? :hmm:

Du definierst die Exklusivität der Erotik dadurch, dass du nur bereit bist sie mit einem dir ebenbürtigen Mann zu teilen?

Ich bin auch sehr wählerisch (die Kommentare dazu sind überflüssig :mad:), aber aus dem Grund, weil ich nur besondere Erlebnisse erfahren möchte, weil Sex nur ein kleiner Teil der Erotik ist und ich mir zwar Sex mit vielen Frauen vorstellen könnte, er es mir aber nur dann Wert ist, wenn die Anziehung, das Umfeld, die Spannung, das Prickeln, das Begehren und die vielen andere Dinge vorhanden sind, die aus der reinen Befriedigung eine unvergessliche Begegnung machen.

Das heisst ich definiere die Exklusivität der Erotik dadurch, dass ich nur bereit bin sie in einem besonderen Rahmen zu erleben.

Zwei unterschiedliche Ansätze, aber nur auf den ersten Blick?
 
Deine Intention ist es also, nicht Eine von Vielen sein zu wollen. Bestimmst Du in diesem Augenblick selbst Deinen " Wert " oder lässt Du Ihn durch Andere bestimmen ? Eben durch die Vielen, derer Eine Du nicht sein willst?
Ich denke das ich ihn selbst bestimme und sicherlich ist dieser mit ner gehörigen Portion Egoismus versehen, ja ich behaupte ohne schlechtes Gewissen, ganz gern auf ner eigenen Stufe zu stehen. Wobei ich dieses auch jedem Anderen zu gestehe.

Ist es relevant für den Selbstwert, dass ER Deinen Namen noch weiss, wenn er das Bett verlässt? Oder machst Du Deinen Selbstwert damit von Ihm abhängig?
Gute Frage, im Prinzip sollte man die eigene Wertigkeit nie von anderen bemessen lassen. ABER, wenn ich mit jemanden schlafe, dann ist immer ein Teil meiner Seele dabei. Ich bin nicht in der Lage Sex zu praktizieren ala Liebhaber/Liebhaberin - das bin ich einfach nicht. So gesehen mach ich mir ein Stück weit meinen Selbstwert doch von jemanden abhängig, passiert aber nur bei Menschen die mir ganz, ganz nah stehen.

Ist es nicht wichtiger ob er im erforderlichen und beabsichtigten Augenblick Deinen Ansprüchen gerecht geworden ist, dass Du für Dich keine Abstriche gemacht hast nur um einen " Erfolg " zu verzeichnen?
Um himmelswillen Sex=Erfolg? Ich praktiziere doch keinen Leistungssport um einen Erfolg zu erzielen. Bislang hab ich keine Abstriche machen müssen, es hat gepasst.

Sprichst Du also tatsächlich von DEINEM Selbstwertgefühl oder von dem Selbstwertgefühl, das Dir Andere zugestehen?

Ich sprech schon von meinem, aber sprech mich auf keinen Fall davon frei, dass er sich nicht hin und wieder vermischt.
 

Dass Männer nie über sexuelle Selbstbestimmung diskutieren, würde ich einfach auch einmal in Frage stellen....Alleine hier in diesem Forum lese ich auch viele Männer, die gerade darüber diskutieren. Aber das nur am Rande. [COLOR]


denke, dass das gar nicht so eine randfrage ist, wie die diskussion in diesem (sehr interessanten - danke d_shade!) thread zeigt!
die diskussion drehtet sich bisher ausschließlich darum, ob frau selbstbestimmt ist, wenn sie viele wechselnde liebhaber hat (oder auch nicht).

ich stelle mal in den raum, dass männer genau so "opfer" ihrer emotionalen bedürfnisse und den daraus resultierenden motiven, einstellungen und werten sind wie frauen.

ein mann, der eine frau nach der anderen flachlegt, kompensiert damit oft wohl auch nur einen minderwertigkeitskomplex oder genießt das in seinem umfeld damit verbundene sozialprestige (anerkennung, bewunderung).
und ein anderer, der sich damit brüstet, hehre werte zu haben und selbstreflektiert nur nach seinen eigenen (durch umweltprägung erworbenen oder frei gewählten?) wertvorstellungen zu handeln, vergisst womöglich, dass er mit genau diesen werten vielleicht auch wieder nur anders geartete emotionale defizite sublimiert.

wer sich ein wenig mit moderner verhaltensforschung beschäftigt, wird wissen, dass wir unsere entscheidungen zu 95 % eben nicht selbstbestimmt treffen, sondern von motiven gesteuert sind, die emotional geprägt sind. gilt wie gesagt für männer UND frauen ...
 
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